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Trotz Niedrigzins: Sichere Anlagemodelle für langfristige Sparvorhaben

Trotz Niedrigzins: Sichere Anlagemodelle für langfristige Sparvorhaben

Der Leitzins befindet sich auf einem historischen Tief und Veränderungen dieser Tatsache sind nicht abzusehen. Dennoch müssen Verbraucher ihr Kapital anlegen, um einen Wertverlust aufgrund der Inflation zu vermeiden und von den Zinsen zu profitieren. Trotz des Niedrigzinses gibt es relativ sichere Anlagemodelle für langfristige Sparvorhaben. Auch Aktien können langfristig gehalten werden und bilden dann ein sicheres Anlagemodell ab. Auch wenn gerade der Aktienhandel natürlich sehr spekulativ ist, können sich Anleger hier gute Renditen mit einem vergleichsweise geringen Risiko sichern, wenn sie die passenden Finanzprodukte in ihr Portfolio aufnehmen und auf eine gute Diversifizierung ihres Depots achten.

Für einige Anleger lohnt sich der Kauf von Sparbriefen, bei denen das Geld bis zu zehn Jahre lang fest angelegt wird. Die Rendite beträgt hierbei bis etwa zwei Prozent pro Jahr, während das Risiko in den unteren Bereich einzuordnen ist. Dies gilt auch für festverzinsliche Wertpapiere, die sich auch für eine mittel- und langfristige Geldanlage eignen. Allerdings müssen die Verträge für Sparbriefe und festverzinsliche Wertpapiere regelmäßig erneuert werden, da sie zeitlich mittelfristig gestaltet sind und keine Zeiträume von mehreren Dekaden umfassen. Dieses Problem hat man nicht, wenn man das Kapital in eine Lebensversicherung investiert – nach der Laufzeit erhält ein Anleger sein Kapital mit den Zinsen zurück und muss sich zwischenzeitlich um nichts kümmern. Diese Anlageformen eignen sich insbesondere dann, wenn ein größerer Betrag auf einmal angelegt werden soll. Anleger sollten sich aber zuvor mit den möglichen Zinsen befassen, die nicht immer üppig ausfallen.

Kauf von Indexfonds

Je langfristiger ein Sparvorhaben ausgerichtet ist, desto besser. Nicht nur ist die Rendite und der Effekt der Zinseszinsen umso ausgeprägter, je länger das Geld angelegt wird. Auch können Kursschwankungen ausgesessen werden. Kurzfristige Wertverluste kompensiert man, indem man in dieser Zeit seinem Fonds treu bleibt und auf erneutes Ansteigen der entsprechenden Kurse spekuliert. Indexfonds können Anleger genauso wie Aktien auch online kaufen, wenn sie bei einem passenden Broker angemeldet sind; mehr Infos zu Aktiendepots gibt es hier.

Niedrige Anleihzinsen – lohnt sich der Hauskauf?

Für die Altersvorsorge eignet sich auch die Investition in Immobilien. Ob dabei eine Wohnung gekauft wird oder ein eigenes Haus gekauft wird: Es sind dafür hohe Kosten zu stemmen. Für die Anfangsinvestition nehmen daher viele Verbraucher einen Kredit auf. Derzeit sind solche Kredite aufgrund des niedrigen Leitzinses sehr günstig zu haben. Die Kreditgebühren befinden sich auf einem niedrigen Stand. Allerdings sollte man auf eine langfristige Zinsbindung achten, um auch bei einer Verteuerung der Anleihzinsen von den aktuell niedrigen Kosten zu profitieren.

Eine Zinsbindung führt zwar zu erhöhten Kreditkosten, sichert jedoch die Anleger vor dem Risiko ab, dass in den kommenden Jahren eine immense Steigerung der Zinsen zu untragbaren Ausgaben führt. Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu kaufen oder ein Haus zu bauen, für den lohnt sich dies aufgrund des niedrigen Anleihzins. Jedoch sollten die niedrigen Zinsen allein kein Grund sein, sich für diese Form der Geldanlage zu entscheiden.


IMG: Thinkstock, 154141152, iStock, Nastco

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