Geld und Recht

Ab 2021 zahlen nur noch wenige Bürger Solidaritätszuschlag

Ab 2021 zahlen nur noch wenige Bürger Solidaritätszuschlag

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Berlin - Die meisten Bundesbürger müssen ab 2021 keinen Solidaritätszuschlag mehr zahlen. Die Abgabe wird für rund 90 Prozent der Zahler abgeschafft, wie der Bundestag nun beschloss. Weitere 6,5 Prozent sollen ihn noch teilweise entrichten, je höher das Einkommen, desto mehr. Nur die einkommensstärksten 3,5 Prozent werden weiterhin voll zur Kasse gebeten. Der Abbau sei möglich, weil die Deutsche Einheit weit vorangekommen sei, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin. Die weitgehende Reduzierung sei «auch ein Zeichen des Erfolges des Zusammenwachsens in Deutschland». Der Soli war als Sondersteuer vor allem für den Aufbau Ostdeutschlands nach der Wende eingeführt worden. Er beträgt 5,5 Prozent der Körperschaft- und Einkommensteuer, insgesamt brachte er dem Staat im vergangenen Jah
Altersüberschuldung steigt dramatisch an

Altersüberschuldung steigt dramatisch an

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Düsseldorf - Immer mehr alte Menschen in Deutschland können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Innerhalb von nur zwölf Monaten sei die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Alter ab 70 Jahren um 44,9 Prozent auf rund 380.000 gestiegen. Seit 2013 habe sich die Zahl der überschuldeten Senioren sogar um 243 Prozent erhöht, berichtete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrem veröffentlichten «Schuldneratlas 2019». Und auch bei den 60 bis 69 Jahre alten Verbrauchern kämen immer mehr nicht mehr mit ihrem Geld zurecht. Die Gründe für die wachsende Altersarmut sind nach Einschätzung der Experten vielfältig. Einerseits machten sich hier die Rentenreformen der vergangnen Jahrzehnte bemerkbar, die fast durchweg auf eine Kürzung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente abgezielt hätten
Womit Outlet-Center beim Kunden punkten

Womit Outlet-Center beim Kunden punkten

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Düsseldorf - Modehäuser und Boutiquen in ganz Deutschland stöhnen unter der Internetkonkurrenz. Innenstädte leiden unter Kundenschwund. Doch eine Gruppe von Geschäften leistet erfolgreich Widerstand gegen den Siegeszug des Online-Handels: die Outlet-Center. Wie das kleine gallische Dorf im Asterix-Comic gegen die Römer behaupten sich die oft auf der grünen Wiese gelegenen Schnäppchenparadiese erfolgreich gegen die Konkurrenz von Zalando, Amazon oder Asos. Dabei hilft ihnen allerdings kein Zaubertrank, sondern ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell. Familienausflug plus Schnäppchenjagd «Es geht überhaupt nicht um die Ware. Die Schränke der Verbraucher sind doch voll. Es geht darum, einen Tag unterwegs zu sein mit der Familie oder mit Freunden - und gemeinsam auf Schnäppchenjagd zu gehen», er
Online-Shopping ist für viele inzwischen Routine

Online-Shopping ist für viele inzwischen Routine

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Düsseldorf - Onlineshopping ist für die meisten Verbraucher in Deutschland aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Drei Viertel der Bundesbürger kaufen nach Umfrage einer Unternehmensberatung mittlerweile mindestens einmal pro Monat im Internet ein. Gut jeder Dritte kauft sogar wöchentlich im Internet ein. Stark zugenommen habe auch der Einkauf per Smartphone. Und der Online-Handel dürfte auch in den nächsten Jahren ein Wachstumstreiber im Einzelhandel bleiben. Bis 2022 prognostizieren die PwC-Experten eine weitere Zunahme der Online-Umsätze um rund 8 Prozent jährlich. Die Erlöse in stationären Geschäften sollen im selben Zeitraum dagegen lediglich um durchschnittlich 3 Prozent pro Jahr zulegen. Kräftige Wachstumsimpulse erwarten die Experten nicht zuletzt aus dem Onlinehandel mit Lebensm
Vorsicht bei grünen Direktinvestments

Vorsicht bei grünen Direktinvestments

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Frankfurt/Main - Anleger, die etwas fürs Klima tun möchten, müssen aufpassen: Manche als nachhaltig beworbene Investments sind besonders risikoreich. Sie gehören zum sogenannten grauen Kapitalmarkt, der nicht reguliert ist. Darauf macht die Aktion «Finanzwissen für alle» der Fondsgesellschaften aufmerksam. Grundsätzlich gelte die Faustregel: Je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko, viel Geld zu verlieren. Sparern werden zum Beispiel Direktanlagen in Holzplantagen angeboten, die zweistellige Rendite bieten sollen. Dabei erwerben sie nach Anbieterangaben selbst ein Stück Wald. Durch die Nutzung sollen laufende Erträge generiert werden. Doch anders als versprochen sind Anleger bei einer Insolvenz des Anbieters nicht unbedingt als Eigentümer abgesichert, warnt der Fondsverb
Kosten für berichtigte Steuererklärung absetzbar

Kosten für berichtigte Steuererklärung absetzbar

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Berlin - Müssen Erben für einen Verstorbenen Steuererklärungen berichtigen lassen, können sie die Kosten für den Steuerberater bei der Erbschaftsteuer absetzen. Das gilt auch dann, wenn der Erbe den Steuerberater beauftragt, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg. «Bei diesen Kosten handelt es sich um Nachlassverbindlichkeiten, die bei der Berechnung der Erbschaftsteuer steuermindernd berücksichtigt werden müssen», erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Im konkreten Fall hatte ein Mann in der Schweiz Kapitalerträge erzielt, die er in seinen Einkommensteuererklärungen der Jahre 2002 bis 2012 verschwieg. Die Tochter des inzwischen Verstorbenen ließ die Einkommensteuererklärungen berichtigen. Die dabei entstandenen Steuerberatungskosten in Höhe von 9856 Euro machte sie al
Freiwilliges Soziales Jahr auf Rente anrechenbar

Freiwilliges Soziales Jahr auf Rente anrechenbar

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Berlin - Ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr bietet gute Möglichkeiten, sich zu engagieren. Auch sie lassen sich auf die Rente anrechnen - und für diese Zeit zahlt der Arbeitgeber die Rentenversicherungsbeiträge allein. Die spätere Rente erhöht sich somit, ohne das die Versicherten selbst Beiträge eingezahlt haben. Das gilt auch für den Bundesfreiwilligendienst. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin. Der Arbeitgeber meldet der Rentenversicherung den Dienstbeginn und teilt die Beschäftigungszeiten sowie die Arbeitsentgelte mit. Grundlage für die Beitragshöhe sind das Taschengeld und eventuelle Sachleistungen wie Unterkunft und Verpflegung. Die Deutsche Rentenversicherung Bund rät allen Freiwilligen, den bei der Rentenversicherung geführten Versicher
Wie Eltern für ihren Tod vorsorgen

Wie Eltern für ihren Tod vorsorgen

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Berlin - Viele Eltern verdrängen den Gedanken, dass sie plötzlich sterben könnten. Dabei ist es wichtig, früh Vorsorge zu treffen. «Denn den meisten dürfte nicht egal sein, wer die Vormundschaft und damit das Sorgerecht für ihr Kind bekommt», sagt Dietmar Kurze vom Verband VorsorgeAnwalt in Berlin. Genau das können Eltern festlegen. Handschriftlich angefertigt und unterschrieben oder alternativ als notarielles Testament oder Erbvertrag. Haben Eltern das Sorgerecht für ihr Kind gemeinsam ausgeübt, dann bleibt es nach dem Tod von Mutter oder Vater bei dem hinterbliebenen Elternteil. «Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eltern miteinander verheiratet oder geschieden sind oder ein Paar ohne Trauschein zusammenlebte», betont Eva Becker, Fachanwältin für Familienrecht. Sterben beide Elterntei
Schwellenländer können Depot ergänzen

Schwellenländer können Depot ergänzen

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Berlin/Köln - Sogenannte Schwellenländer gelten regelmäßig als die Wunderwaffe, um der eigenen Geldanlage richtig Schwung zu verleihen. Gerade jetzt, wo Sparkonten und Lebensversicherungen seit Jahren nur noch niedrige Zinsen abwerfen, sollen Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern zusätzliche Rendite bringen. Allerdings sollten sich Anleger bewusst sein, dass eine Geldanlage in Schwellenländer nicht ohne Risiko ist. In der Finanzbranche zählen je nach Definition China, Korea, Südafrika, Russland, die Türkei oder Brasilien zu den Schwellenländern. Das Argument der Schwellenländer-Enthusiasten geht so: Die Wirtschaft in diesen Ländern wächst viel schneller als die in reifen Industriestaaten wie den USA oder Deutschland. Keine Garantie für rasantes Wachstum «Das Wirtschaftswachstum sc
Auswirkungen einer Beschäftigung im Alter

Auswirkungen einer Beschäftigung im Alter

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Berlin - Manche Menschen haben Lust darauf, ihr berufliches Fachwissen weiterzugeben, andere wollen ihre Rente aufbessern: Ob Rentner nun einer Weiterbeschäftigung oder einem Nebenjob nachgehen, in beiden Fällen sollten sie an die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen ihrer Tätigkeit denken. Gesetzliche Grenzen können die Höhe des Hinzuverdienstes beschränken - dies ist aber unter anderem abhängig von der Art des Rentenbezuges. Darauf macht die Bundessteuerberaterkammer aufmerksam. Grundsätzlich gilt: Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und eine Altersrente beziehen, dürfen unbegrenzt dazuverdienen - ohne das ihnen die Rente gekürzt wird. Diese Regelaltersgrenze - also das Renteneintrittsalter für die Regelaltersrente - variiert je nach Geburtsjahrga
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