Geld und Recht

Sammelklagen kommen in der EU

Sammelklagen kommen in der EU

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Brüssel - Verbraucher in der EU können ihre Rechte künftig besser gegen große Firmen durchsetzen. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich auf die EU-weite Einführung von Sammelklagen. «Nach einem langen und harten Kampf gegen die Versuche der Industrie, den Vorschlag zu verwässern, werden Verbraucherorganisationen künftig vor Gericht gegen unlautere Händler vorgehen können», sagte die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt. «So werden Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa einfache Ansprüche auf Schadensersatz, Minderung oder Ersatzlieferung durchsetzen können.» Der französische Christdemokrat und Verhandlungsführer des Parlaments, Geoffroy Didier, betonte, es sei gelungen, ein Gleichgewicht zwischen Verbraucherschutz und juristischer Sicherheit für Unterne
Informierte Kunden verzichten eher auf Finanzberatung

Informierte Kunden verzichten eher auf Finanzberatung

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Essen - Je besser Verbraucher informiert sind, desto eher sind sie offenbar bereit, ihre Finanzentscheidungen selber zu treffen. Darauf lässt eine Umfrage des isf Institute for Strategic Finance der FOM Hochschule unter Studierenden schließen. 54 Prozent der Befragten verzichten demnach bei ihrer Entscheidungsfindung auf Beratung. 28 Prozent setzen auf den Rat von Bekannten aus dem persönlichen Umfeld. Den Berater bei der Hausbank nutzen der Stichprobe zufolge lediglich 10 Prozent, unabhängige Finanzberater 7 Prozent der Befragten. Fast 82 Prozent der Zielgruppe schätzt ihr allgemeines Finanzwissen dabei als gut ein. Hohes Vertrauen in Bankberatung Die Teilnehmer der Stichprobe vertrauen der Bankberatung dabei grundsätzlich: Immerhin 71 Prozent halten die Neutralität von Anlageempfeh
Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt

Leben in Deutschland teurer als im EU-Schnitt

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Wiesbaden - Das Leben in Deutschland bleibt teurer als im EU-Schnitt. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag auch im Jahr 2019 über dem Mittel der - ohne Großbritannien berechnet - 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) - und zwar um 6,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Allerdings bekamen Verbraucher nach Angaben der Wiesbadener Behörde in den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands nach wie vor weniger für ihr Geld als in der Heimat. Lediglich in den Nachbarländern Polen und Tschechien waren die Lebenshaltungskosten, zu denen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, deutlich niedriger. Mit Abstand teuerstes Land für Verbraucher innerhalb der EU ist seit Jahren Dänemark: Dort lag das Preisniveau im vergangenen Jahr um 41,3 Prozent über
Gemeinsame steuerliche Veranlagung auch nach Trennung

Gemeinsame steuerliche Veranlagung auch nach Trennung

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Celle - Reduziert sich durch eine gemeinsame steuerliche Veranlagung die Steuerschuld eines Ehepartners, muss der andere Ehepartner einer gemeinsamen Steuererklärung zustimmen. Tut er dies nicht, muss er für den eingetretenen Steuerschaden unter Umständen Schadenersatz zahlen. Das gilt insbesondere dann, wenn durch die gemeinsame Veranlagung nicht zusätzlich belastet wird. Die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ( Az.: 21 UF 119/18). In dem Fall hatte sich ein Ehepaar 2014 getrennt, aber erst 2017 scheiden lassen. Die Frau verlangte seit 2015 von ihrem Ehemann mehrfach erfolglos die Zustimmung zur gemeinsamen steuerlichen Veranlagung für die Jahre 2013 und 2014. Bei einer gemeinsamen Veranlagu
Auf Reisen zwei verschiedene Geldkarten mitnehmen

Auf Reisen zwei verschiedene Geldkarten mitnehmen

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Frankfurt/Main – Zwei unterschiedliche gültige Zahlungskarten sollte jeder auf seiner Reise dabei haben. So ist man flexibel - denn nicht jede Karte ist überall einsetzbar. Das rät die Initiative Euro Kartensysteme. An Bargeld reichen zu Urlaubsbeginn erst einmal 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen. Die persönlichen Geheimzahlen (PIN) gehören nicht in die Brieftasche, stattdessen sollte man sie grundsätzlich auswendig kennen. Wird die Nummer beim Bezahlen oder Abheben eingetippt, die Sicht für andere immer verdecken. Im Ausland außerdem stets darauf achten, dass in Landeswährung abgerechnet wird. Das ist in der Regel günstiger als die angebotene Euro-Umrechnung. Die Karten sollte man zudem niemals unbeaufsichtigt in Auto, Hotelzimmer oder Ferienwohnung zurücklassen, sondern sie in versc
Discounter senken bei Lebensmitteln die Preise

Discounter senken bei Lebensmitteln die Preise

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Düsseldorf - Als die Corona-Krise noch jung und Toilettenpapier und Nudeln knapp waren, da spielten Rotstiftaktionen im Lebensmittelhandel eine Zeit lang keine große Rolle. Doch das ist Vergangenheit: Der «Geiz-ist-geil»-Geist ist zurück. Der Preiskampf zwischen Supermärkten und Discountern gewinnt seit Wochen wieder an Härte und steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Der Auslöser: Die im Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung vorgesehene Mehrwertsteuersenkung für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember. Supermärkte reagieren auf Mehrwertsteuersenkung «Die Mehrwertsteuersenkung erhöht die Gefahr eines Preiskrieges im Einzelhandel», ist der Handelsexperte Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn überzeugt. Denn die Mehrwertsteuersenkung biete Supermär
Arbeitslosigkeit häufiger Grund für Überschuldung

Arbeitslosigkeit häufiger Grund für Überschuldung

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Hamburg - Arbeitslosigkeit ist der häufigste Grund für Überschuldung. Das geht aus dem aktuellen Überschuldungsreport hervor, den das Institut für Finanzdienstleistungen (iff) und die Stiftung Deutschland im Plus am Donnerstag vorgestellt haben. Demnach waren im Berichtsjahr 2019 rund 20 Prozent der Betroffenen aus diesem Grund in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auf Platz zwei der Ursachen liegt dem Bericht zufolge Einkommensarmut (12,3 Prozent) gefolgt von Krankheit (10,6 Prozent) sowie Scheidung oder Trennung (10,0 Prozent). Konsumverhalten ist nur in 9,9 Prozent der Fälle für Überschuldung verantwortlich, gescheiterte Selbstständigkeit in 9,4 Prozent. Eine Überschuldung liegt vor, wenn Einkommen und Vermögen dauerhaft nicht mehr ausreichen, um die Rückstände auszugleichen. Schul
Bund und Länder beschließen weitere Corona-Regeln

Bund und Länder beschließen weitere Corona-Regeln

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Berlin - Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf weitere Regeln zum Umgang mit der Corona-Pandemie verständigt. Hier die wesentlichen Beschlüsse in Kurzform: - Bund und Länder halten an den bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen vorerst fest: 1,5 Meter Abstand, verstärkte Hygiene, Masken in bestimmten öffentlichen Bereichen, Kontaktbeschränkungen. - Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, ihre Kontakte zu anderen Personen möglichst gering zu halten. - Bei höherem Infektionsgeschehen können weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden. - Die Länder streben an, spätestens nach den Sommerferien in den schulischen Regelbetrieb zurückzukehren und zeitnah auch zu einem möglichst vollständigen Regelbetrieb der Kinderbetreuungsangebote. - Die Kapazitäten für geziel
Drohung mit Schufa-Meldung ist unzulässig

Drohung mit Schufa-Meldung ist unzulässig

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Wiesbaden - Keine Frage: Rechnungen muss man bezahlen. Wenn man einer Forderung aber widersprochen hat, darf ein beauftragtes Inkassounternehmen Verbraucher nicht übermäßig unter Druck setzen. So ist es in einem solchen Fall unzulässig, eine Zahlungsaufforderung mit einem Hinweis auf eine Meldung an eine Auskunftei zu versehen. Das entschied das Landgericht Köln bereits 2016 (Az.: 81 O 118/15). Nach Angaben der Wettbewerbszentrale ist diese Praxis aber noch nicht vollständig abgestellt. In einem aktuellen Fall hatte ein Inkassounternehmen einen Verbraucher wegen vermeintlich offener Bezugskosten für ein Zeitschriftenabonnement angemahnt. Der Empfänger widersprach der Forderung gegenüber dem Inkassounternehmen zweimal schriftlich. Zugleich verwies er auf seine Korrespondenz mit dem vermei
Corona-Krise dämpft Wachstum von Privatvermögen

Corona-Krise dämpft Wachstum von Privatvermögen

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Berlin - Der Zuwachs der Privatvermögen könnte wegen der Corona-Krise einen deutlichen Dämpfer bekommen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie korrigiert die Unternehmensberatung Boston Consulting Group die Vorjahresprognose von 5,7 Prozent jährlichem Wachstum für die kommenden fünf Jahre auf 1,4 bis 4,5 Prozent nach unten. «Wir gehen für die nächsten fünf Jahre von einer zukünftigen Wachstumsrate aus, die im Schnitt halb so hoch ist wie 2019», sagte Autorin Anna Zakrzewski bei der Vorstellung der Untersuchung. Dies gelte für alle drei entwickelten Szenarien zur Corona-Krise und der wirtschaftlichen Erholung. Deutschland liegt bei Privatvermögen weltweit auf Platz 5 Im Vergleich zur Finanzkrise 2008 ist die Arbeitslosigkeit in den USA in der derzeitigen Wirtschaftskrise stärker