Krypto-Atlas 2022: So steht es um den Kryptomarkt in Deutschland

Die Handelsplattform für Kryptowährungen, Bison, hat anhand zahlreicher Daten im Krypto-Atlas 2022 analysiert, wie Kryptowährungen in Deutschland aufgenommen werden und wie deutsche Investoren und Trader mit Kryptowährungen umgehen. Wie hat sich der Kryptomarkt in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt?

Lange waren deutsche Anleger und Investoren gegenüber Kryptowährungen zurückhaltend. Wie nun die Veröffentlichungen im Krypto-Atlas 2022 zeigen, hat sich dies geändert. Daraus geht hervor, welche Trader in Deutschland besonders gerne Kryptos kaufen, welche Anbieter und Plattformen sie bevorzugen und welche Umsätze mit Kryptowährungen getätigt werden. Das Kaufen von Kryptowährungen ist demnach vor allem in Hamburg angesagt. Pro Kopf besitzen Hamburger*innen 175 Euro in digitalen Währungen. Auf Rang zwei folgt Bayerns Landeshauptstadt München mit 127 Euro/Einwohner*in. Spannend auch andere Krypto-Zahlen, beispielsweise die Kaufkraft in den Altersgruppen oder was die begehrtesten Krypto-Plattformen sind.

Krypto-Atlas 2022 gewährt spannende Einblicke in Deutschlands Kryptomarkt

Lange wurde das Thema Krypto-Investments in Deutschland kaum erfasst und bewertet. Mit dem Krypto-Atlas 2022 gibt es erstmalig eine Datenerhebung rund um Investments, Handelsvolumen, Trading-Plattformen oder Krypto-Käufer*innen. BISON (ein Angebot der EUWAX Aktiengesellschaft) hat sämtliche Daten zusammengetragen und analysiert. Um das Bild der Krypto-Landschaft Deutschland noch aussagekräftiger zu skizzieren, wurden zusätzlich Daten von Crunchbase genutzt und ausgewertet. Die Ergebnisse überraschten auch manche Experten.

Einzelne Großstädte dominieren den deutschen Kryptomarkt

Erstaunlich ist das Ergebnis im Krypto-Atlas 2022, wenn es um die regionalen Unterschiede der Investments geht. Hamburg dominiert in der Rangliste der Krypto-Investoren pro Kopf. In der Hansestadt hat durchschnittlich jeder umgerechnet 175 Euro in Bitcoin und Co. investiert. Dahinter liegt München auf dem zweiten Platz, denn in der bayerischen Metropole sind pro Kopf 127 Euro in Kryptowährungen investiert worden.

Demgegenüber steht eine andere spannende Zahl: die Städte mit der höchsten Krypto-Startup-Dichte. Hier sind nicht etwa Hamburg oder München führend, sondern Berlin. Die Analyse der Zahlen zeigt, dass 110 Unternehmen in Deutschlands Hauptstadt mit Fokus auf Kryptowährungen gegründet worden. Zum direkten Vergleich dazu München mit 33, Frankfurt am Main mit 20 oder Hamburg mit 15.

Das unternehmerische Krypto-Herz schlägt demnach in Berlin, auch als Bundesland. Mit 110 Unternehmensgründungen liegt Berlin noch vor Bayern (29 Krypto-Start-ups) und Hessen (22 Krypto-Start-ups). Weniger Krypto-affin scheinen Investoren und Unternehmensgründer in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Brandenburg zu sein. Hier gibt es laut Datenerhebung keine Startups. Insgesamt sind 238 Krypto-Unternehmensneugründungen zu verzeichnen.

Unterschiede in Altersgruppen/Stadt im Krypto-Atlas erkennbar

Prägnant sind auch die regionalen Unterschiede im Zusammenhang mit den Altersgruppen. So haben in Augsburg beispielsweise 17 % aller 18- bis 30-Jährigen in digitale Währungen investiert. Der gesamtdeutsche Trend sieht anders aus. Düsseldorf hat mit 37 % den höchsten Anteil aller Krypto-Investoren in der Altersgruppe 30 bis 40 Jahre. In Wolfsburg haben 49 % aller 40 bis 50-jährigen in Bitcoin und Co. investiert. In Potsdam haben über 55 % aller 50 bis 60-jährigen ein Krypto-Investment, in Saarbrücken 24 % aller 60- bis 70-Jährigen.

Was im Krypto-Atlas besonders auffällt: Die restliche Region Deutschlands scheint weniger im Krypto-Fieber zu sein. Weder bei Startups noch bei der Anzahl der Krypto-Investoren machen Dresden und Co. von sich reden. Die Ausnahme bildet lediglich Berlin als Hauptstadt der Krypto-Startups.

Jüngste Trader sind zurückhaltend

Geldanlagen sind nicht nur etwas für Reiche oder jüngere Investoren. Vor allem über 30- bis 60-Jährige finden Gefallen an Bitcoin und Co.

Bei den 18- bis 30-Jährigen haben nach Analysen 8 % in digitale Währungen investiert. Bei den 31- bis 40-Jährigen sind es 24 %, bei den 41-bis 50-Jährigen 27 %, bei den 51 bis 60-jährigen 28 %, bei den 61-bis 70-Jährigen sind es 11 % und bei den über 71-jährigen sind es noch immer 2 %. Interessant sind vor allem die Zahlen mit Blick auf die älteren Generationen. Eine Scheu vor Krypto-Investitionen ist hier keinesfalls zu erkennen.

Diese Kryptowährungen sind besonders beliebt

Bei der Zusammenstellung des Krypto-Atlas 2022 wurden unzählige Daten zu Krypto-Investments, Unternehmen und Co. analysiert. Hierbei ging es vor allem um das Handelsvolumen der einzelnen digitalen Währungen. Bitcoin ist ein Krypto-Dauerbrenner, doch andere Altcoins sind längst auf der Überholspur. Bitcoin liegt beim Handelsvolumen weiter vorn, doch Ethereum, Bitcoin Cash, Chainlink, Litecoin, Uniswap und Ripple sind nicht auf den Fersen.

Auffällig bei der Datenerhebung ist auch die wechselnde Beliebtheit bei den Altersgruppen. Bei Bitcoin und Ethereum zeigt sich eine ähnliche Verteilung. Die 18- bis 30-Jährigen investieren deutlich weniger im beide digitale Währungen als es beispielsweise die 50- bis 60-Jährigen (über 28 % bei Bitcoin und mehr als 27 % bei Ethereum) tun.

Noch interessanter sind die Verteilungen der Altersgruppen, wenn es um neue Kryptowährungen geht. So haben beispielsweise in Chainlink mehr als 31,4 % aller 40-bis 50-Jährigen investiert. Bei Ripple sind es mehr als 31,7 %. Im Vergleich dazu der Investitionsanteil der 18- bis 30-jährigen: Sie haben mit 0,3 % in Chainlink und 8,4 % in Ripple investiert.

Fazit

Der Krypto-Atlas zeigt, dass Bitcoin und Co. längst in Deutschland präsent sind und als Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten genutzt werden. Er zeigt auch, dass Kryptowährungen längst kein Thema (nur) für die junge Generation zwischen 18 und 30 Jahren sind.

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