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Vorsicht beim Billigflug: Auf diese Preisfallen müssen Sie achten

Wer hat ihn nicht – den Wunsch mal eben schnell in den Urlaub zu fliegen? Umso schöner ist es, wenn dann ein Angebot für einen Billigflug auftaucht, das einen in Verlockung bringt, sofort zuzuschlagen. Die Preise vieler Billigflug-Airlines sind unfassbar günstig, sodass sie gerade Menschen mit schmalem Geldbeutel alle Zweifel vergessen lassen.


Doch genau hier kann es unangenehm werden, denn oftmals sind die angepriesenen Lockangebote eine Falle und bringen viele unvorhergesehene Kosten mit sich. So heißt es oft draufzahlen statt sparen. Seien es Steuern und anderweitige Gebühren oder Gepäckstücke, die zusätzlich gezahlt werden müssen.

Falle Nummer Eins – unfreiwillige Reiseversicherung

Oftmals bekommt man bei vielen Anbietern von Billigflügen zusätzlich zum Flugticket eine Reiseversicherung, wenn man nicht aufmerksam genug ist. Beim Buchungsvorgang ist häufig automatisch ein Häkchen beim entsprechenden Kästchen gesetzt, das einen Wunsch nach einer solchen Versicherung bestätigt.

Entfernt man den Haken nicht, so bekommt man zu seinem Billigflug schnell eine Reiseversicherung und zahlt drauf – ob man will oder nicht. Hinzu kommt, dass die Option „Ich wünsche keinen Versicherungsschutz“ nur sehr unauffällig ist und wenig ins Auge sticht. Bei Ryanair gibt es laut Berichten von „geldsparen.de“ sogar eine noch verstecktere Variante, dem Reisenden eine Versicherung anzuhängen.

So findet man dort ein Dropdown-Menü, in welchem man das Land seines Wohnsitzes und zugleich die Buchung einer Versicherung bestätigen soll. Wählt man hier ein Land aus, so hat man schon verloren. Nur wer „Keine Reiserücktrittsversicherung erforderlich“ wählt, zahlt nicht zusätzlich. Ryanair weist auf diese Umstände jedoch hin, wenn auch nur sehr spärlich.

Flughäfen am Stadtrand bringen zusätzliche Transportkosten

Problematisch ist es zudem, dass bei vielen Billigflug-Gesellschaften meist Flughäfen angesteuert werden, die nicht so zentral liegen und somit zusätzliche Transportkosten mit sich bringen. So wird beispielsweise London Stansted statt Heathrow angeflogen und der Fluggast darf dann zusätzlich in Shuttle-Busse oder ähnliches investieren.

Gepäck muss extra gezahlt werden

Auch sollte man bedenken, dass viele Billigflüge ihren Preis dadurch bekommen, dass man nur mit Handgepäck reist. Sollte hierbei das zulässige Höchstgewicht überschritten werden, so darf man vor Ort kräftig in die Tasche langen. Oder aber man bucht zusätzliche Gepäckstücke hinzu, was aber auch wieder versteckte Kosten mit sich bringt.

Versteckte Kosten für mehr Service

Wer beim Boarding in der ersten Reihe stehen will oder einen ausgewählten Sitzplatz haben möchte, der muss dafür separat zahlen. Denn bei Billigflügen gilt das Motto „First come, first serve“ – man hat eine freie Platzwahl und sitzt dementsprechend an dem Platz, den man sich beim Besteigen des Flugzeuges sichern konnte.

Zahlen fürs Bezahlen

Doch wenn man all diese Fallen und versteckten Kosten umschifft hat, steht man noch vor einer letzten Hürde – der Zahlungsmethode. Häufig können hier nämlich bei bestimmten Zahlungsweisen nochmals Gebühren anfallen. Die anfallenden Kosten können sich hierbei auf bis zu zehn Euro belaufen.

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