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Niedrige Rente: Viele Frauen von Altersarmut betroffen

Frauen sind viel stärker von Altersarmut bedroht als Männer. In vielen Haushalten herrscht noch die klassische Rollenverteilung vor. Die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder und geht nicht kontinuierlich einem Beruf nach. Dies führt nicht selten dazu, dass Frauen mit einer sehr niedrigen gesetzlichen Rente rechnen müssen. Zudem sorgen viele Frauen nicht privat vor, wie eine Umfrage ergeben hat.

Die gesetzliche Rente reicht nicht aus

Viele Frauen überlassen die Vorsorge ihrem Mann und kümmern sich nicht selbst um eine private Vorsorge. Dieses Vorgehen entpuppt sich jedoch oft als Fehlentscheidung. Ist man in späteren Jahren auf sich allein gestellt, weil es beispielsweise zur Trennung gekommen ist, reicht die niedrige Rente oftmals nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Eine Umfrage, die im Auftrag der R + V Versicherung durchgeführt wurde, hat ergeben, dass der Anteil der Frauen, die nicht für die Rente spart, sogar zugenommen hat. Demnach verfügt ein Drittel aller Frauen in Deutschland nicht über eine private Altersvorsorge. Dabei sind Frauen viel häufiger von Altersarmut betroffen als Männer. Bei der gesetzlichen Rente gilt, je länger und je mehr man eingezahlt hat, desto höher fällt die Rentenzahlung aus. Frauen sind hier jedoch im Nachteil, da sie zum einen häufig weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen und zudem oft zugunsten der Familie auf einen Vollzeitjob verzichten. Die Versorgungslücke vergrößert sich durch jede Jobpause, jeden Teilzeit- und jeden Mini-Job.

Frauen müssen privat vorsorgen

Möchte man als Frau im Alter nicht in Armut leben, dann muss man in eine private Altersvorsorge investieren. Die gesetzliche Rente fällt für Frauen nicht nur im Durchschnitt niedriger aus, Frauen haben auch eine längere Lebenserwartung. Frauen und Männer müssen sich heute jeder für sich mit ihrer Finanzplanung auseinandersetzen und die Rente frühzeitig planen. Frauen sollten ihre Vorsorgeentscheidungen zudem nicht von ihrem Partner abhängig machen. Trennt man sich oder verstirbt der Partner, stehen Frauen schnell vor dem finanziellen Aus, wenn sie nicht selbst vorgesorgt haben. Frauen benötigen auch keine andere Altersvorsorge als Männer, sie müssen lediglich konsequenter sparen. Riester-Verträge und Sparpläne eignen sich beispielsweise gut, um sich eine zusätzliche Rente zu erwirtschaften – mehr dazu auch unter Altersvorsorge-hilft.de.

Lassen Sie sich beraten

Eine Finanzberatung ist für Frauen genauso wichtig wie für Männer. Lassen Sie sich zum Thema Altersvorsorge beraten und informieren Sie sich eingehend. Sie sollten Ihre private Altersvorsorge so planen, dass Sie auch ohne Partner finanziell gut zurechtkommen.


Artikelfoto: Alexander Raths – Fotolia

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