Der Niedrigzins: wird sparen bestraft?

Sparer haben schon lange keine Freude mehr an klassischen Anlagen. Ob Sparbuch, Fest- oder Tagesgeld, niedrige Zinsen sorgen überall dafür, dass nicht einmal ein Inflationsausgleich erreicht wird. Wer hier investiert, verliert real Kapital. Und ein Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Das macht die jüngste erneute Leitzinssenkung der EZB deutlich, sogar über negative Zinsen wird inzwischen nachgedacht.

Experten einig: EZB-Geldpolitik begünstigt Schuldner

Die Schlussfolgerung, dass Sparen bestraft wird, liegt daher nahe. Das Thema war kürzlich Gegenstand einer Diskussion in der bekannten Polit-Talkshow Hart aber fair mit Frank Plasberg. Die meisten Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die Niedrigzinspolitik der EZB vor allem die europäischen Schuldenländer entlasten wolle und dafür die Belastung der Sparer bewusst in Kauf nehme. Diese Belastung verstärkt sich, wenn auf die Kapitalerträge auch noch Steuern zu zahlen sind, weil die Freibeträge überschritten wurden. Denn die Besteuerung setzt am nominalen, nicht am realen Kapitalertrag an. Für die private Altersvorsorge ist das ein zunehmendes Problem. Mit der traditionellen Lebensversicherung oder Riester-Verträgen lassen sich kaum noch positive Real-Renditen erwirtschaften. Dabei wird die Notwendigkeit der privaten Vorsorge allgemein anerkannt. Weitere Informationen finden Sie auf hoerzu.de.

Investmentfonds: flexible Antwort auf Niedrigzinspolitik

Welche Alternativen haben Sparer? Die Antwort lautet: nicht ausschließlich auf sichere Anlagen setzen, sondern auch Investments mit begrenzten Risiken, aber höheren Renditen wählen. Aktien boomen bereits seit Längerem und Untersuchungen zeigen, dass sie auf lange Sicht bessere Renditen bringen als klassische Anlageformen. Viele scheuen aber das Risiko. Eine Lösung bieten Investmentfonds. Sie investieren unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung in eine Vielzahl an Werten. Der Anleger kann dabei unter einem großen Angebotsspektrum wählen und auch mit überschaubarem Kapitaleinsatz in unterschiedliche Märkte investieren. Für systematischen Kapitalaufbau hat sich das Fondssparen bewährt. Dabei wird regelmäßig ein gleichbleibender Betrag investiert.

Risikodiversifikation: die überlegene Strategie

Private Altersvorsorge sollte immer einen langen Anlagehorizont haben. Dafür hat sich eine Strategie der Risikodiversifikation bewährt. Kapital sollte dabei zielgerichtet in mehrere Anlagekategorien investiert werden. Neben Bankeinlagen können das festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Rohstoffe, Immobilien und andere Investments sein. Mit Investmentfonds ist eine solche Mischung gut zu realisieren. Auch in Zeiten niedriger Zinsen kann damit Kapital aufgebaut und real vermehrt werden.

Fotourheberrecht: Thinkstock, Lite Productions, 126530543, Lite Productions

Werbung