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Rendite für den guten Zweck: Impact Investing

Rendite für den guten Zweck: Impact Investing

Warum nicht Kapital gewinnbringend anlegen und dabei noch Gutes tun? Impact Investing ist ein neuer Trend, der genau das verspricht.

Investieren und unterstützen

Wenn Investitionen notwendig sind, um neue Arbeitsplätze in den armen Regionen der Welt zu schaffen oder armen Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen, können Investoren Gutes tun – und immer mehr machen das: Die Schweizer Bank UBS hat unlängst Kundengelder in Höhe von etwa 2,3 Milliarden Euro in solche Projekte angelegt, und in den nächsten fünf Jahren sollen weitere 4,4 Milliarden hinzukommen. Berater der Bank sind davon überzeugt, dass das erst der Anfang ist – in den nächsten zwei Jahrzehnten schon könnte Impact Investing zu den beliebtesten Investitionsmöglichkeiten am Finanzmarkt gehören.

Soziale, gesellschaftliche und ökologische Probleme lösen

Beim Impact Investing fließen die Gelder der Anleger nur in Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, soziale, gesellschaftliche und ökologische Probleme zu bekämpfen. Das muss nicht nur in Ländern der Dritten Welt passieren, sondern kann auch anderswo stattfinden: Job-Initiativen in den ärmeren Gegenden der USA können ebenso Gegenstand der Investitionen sein, oder Bauvorhaben für bezahlbare Wohnungen in den reichen Metropolen Europas.

Der Begriff Impact Investing wurde im Jahr 2007 von der Rockefeller-Stiftung ins Leben gerufen – zehn Jahre später gibt das Global Impact Investing Network (GIIN) von sozial- und umweltengagierten Anlegern an, dass weltweit bisher ein Vermögen von etwa 144 Milliarden Dollar in Impact-Investing-Projekte geflossen ist. Die Wachstumsrate der Investitionen liegt zurzeit bei 47 Prozent binnen eines Jahres.

Wirkungsorientiertes Investieren in Deutschland

In Deutschland ist Impact Investing zurzeit noch ein sehr junges Investmentfeld. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ergeben, dass der Umfang an Investitionen dieser Art vom Jahr 2012 bis zum Jahr 2015 auf ungefähr 70 Millionen Euro angeschwollen ist, was einer Verdreifachung gleichkommt. Die Deutsche Bank, die sich im Bereich Impact Investing engagiert, betreut zurzeit 1,6 Milliarden Euro in acht wirkungsorientierten Fonds, die allesamt UN-Ziele fördern.

Bildquelle: Pixabay, money, 2696219 1280

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