Geldtransporter-Fahrer setzen Warnstreiks fort

Berlin – Viele Geldautomaten und Geschäfte in Deutschland werden voraussichtlich auch am Donnerstag nicht mit Bargeld versorgt. Nach einem bundesweiten Warnstreik am Mittwoch von Geldtransporter-Fahrern hat die Gewerkschaft Verdi erneut dazu aufgerufen, die Arbeit befristet niederzulegen.

Kaum Auswirkungen für Verbraucher

Für Verbraucher hatten die Ausstände bislang kaum Folgen, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) mit. Punktuell konnte es demnach aber vorkommen, dass sich die Belieferung von Bargeld an Geldautomaten verzögerte. Aber der BDGW betonte: «Entgegen den Behauptungen der Gewerkschaft wird Bargeld nicht knapp.»

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeberseite im Tarifstreit um höhere Löhne für rund 12.000 Beschäftigte in der Geld- und Wertdienst-Branche erhöhen.

Der Automat ist nur eine Möglichkeit

Bargeld bekommen Verbraucher aber nicht nur am Bankautomat. Sie können es beispielsweise auch an der Kasse im Supermarkt, an Tankstellen, in Baumärkten, Biomärkten oder bei Discountern abheben. In der Regel ist dies kostenlos möglich.

Wollen Verbraucher den Service nutzen, müssen sie im Geschäft Waren für einen Mindestbetrag einkaufen. Nach Angaben des Bankenverbandes können sie ab einem Einkaufswert von 20 Euro bis zu 200 Euro abheben, bei einzelnen Anbietern sogar schon ab 10 Euro.

Der Fachbegriff dafür lautet «Cash-Back». Seit 2013 ist dieses Verfahren im Handel erlaubt. Nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland wird Cash-Back in rund 20.000 Geschäften in Deutschland angeboten. Bislang nutzen das Verfahren jedoch eher wenig Kunden.

Fotocredits: Holger Hollemann
(dpa)

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