Automatisierte Geldanlage im Test: Robo-Advisor oft teuer

Berlin – Robo-Advisor zur automatisierten Geldanlage stehen für Transparenz und geringe Kosten. Allerdings hat die
Stiftung Warentest in einem Produkttest nun ausgerechnet wegen dieser Punkte einige Robo-Advisor abgewertet.

Im Punkt «Jährliche Kosten» wurde unter insgesamt 14 Robo-Advisorn, die vor allem Fonds nutzen, viermal die Note «mangelhaft« und dreimal «ausreichend» vergeben, berichtet die Zeitschrift «Finanztest» (Ausgabe 8/2018). Trotzdem: Die digitale Vermögensverwaltung sei meist günstiger als die herkömmliche, so die Finanztester. Ob sie sich lohnt, hängt aber von der Zusammensetzung und den daraus resultierenden Ertragsaussichten ab.

Auch im Testabschnitt «Informationen zu Produkt und Kosten» bemängelten die Warentester einige Produkte. So fehlten etwa Ertragsvorschauen für die Anleger, oder es haperte an Kostentransparenz und Informationen zur Laufzeit. Nicht getestet wurde, wie gut sich die Portfolios entwickeln, dafür sind die Robo-Advisor laut Warentest noch nicht lange genug auf dem Markt.

Achten sollten künftige Anleger, die Portale zur Vermögensverwaltung im Internet nutzen wollen, auf Kündigungsklauseln, raten die Finanzexperten. Denn wenn die Vermögensverwaltung aufhört, enden bei einigen Robo-Advisorn auch die Fondsanlagen. Sie werden dann zwangsverkauft und das Geld den Anlegern ausgezahlt.

Das Gesamtergebnis der 14 Robo-Advisor ist breitgefächert: Zwei Produkte erhalten die Note «gut» und sechs die Note «befriedigend». Jeweils dreimal wurden die Noten «ausreichend» und «mangelhaft» vergeben.

Fotocredits: Friso Gentsch
(dpa/tmn)

(dpa)
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