Aktien kaufen für Anfänger: Mit diesen Tipps geht nichts schief

Sein Geld sinnvoll anlegen und damit seinen Gewinn zu maximieren ist wohl der Wunsch vieler Aktionäre. Aktien kaufen kann Jedermann, wenn man sich ein bisschen mit der Thematik auseinandersetzt und einige wichtige Grundsätze beachtet.

Das Folgende muss jedoch gleich vorweg genommen werden: Ganz ohne Risiko lässt sich nicht mit Aktien handeln. Mit ein bisschen Einarbeitungszeit in die Materie und ein wenig Übung lässt sich dies allerdings gut reduzieren. Um langfristig Gewinne zu erzielen, ist es wichtig die Inflation zu berücksichtigen, also mit realen Werten zu rechnen. Die derzeitige Inflationsrate beträgt ca. 2,4%. Kapitalerträge werden oberhalb des Freibetrags mit 25% besteuert. Eine Rendite von mindestens 3,2 % sollte also das Mindestziel sein, damit man keinen Verlust macht.

Um Aktien kaufen zu können, sollte man sich im Vorfeld gut informieren © 401K/Flickr

Aktien kaufen für Anfänger: Ein Depot eröffnen

Bevor man Aktien kaufen kann, muss zuerst bei einer Bank ein Depot eröffnet werden, wo die gekauften Wertpapiere „gelagert“ werden können. Teilweise fallen hier Depot- und Mindestgebühren an. Daher ist abzuwägen, ob ein Discount- oder Online-Broker, bei dem keine oder nur geringe Gebühren anfallen, ausreichend ist.

Unternehmensinterne Faktoren, wie die Bekanntgabe von Quartalszahlen oder andere kursrelevante Nachrichten (Übernahme, Vorstandswechsel) als auch branchenrelevante Mitteilungen beeinflussen die Börsentendenz. Solche Stimmungsindikatoren können für den deutschen Markt zum Beispiel unter www.sentix.de abgerufen werden. Auch die Saison hat Einfluss auf den Aktienmarkt. Eine besonders gute Zeit beginnt meist im Herbst und reicht bis weit ins nächste Jahr hinein. Infos hierzu gibt es z.B. unter www.seasonalcharts.de. Unternehmensgewinne sind langfristige Kurstreiber. So konnte z.B. das Unternehmen Apple seit 2003 ständig steigende Gewinne erzielen und ist somit im Begriff zum wertvollsten der Welt aufzusteigen.

Wertpapiergeschäfte: Welche Aktien sollte man kaufen?

Besser nicht in hoch verschuldete Unternehmen investieren. Dazu kann die Eigenkapitalsquote des Unternehmens zu Rate gezogen werden. Ist diese höher als 30% ist das gut. Informationen über kurzfristige Verbindlichkeiten und der Unternehmensbilanz tragen zu einer besseren Einschätzung bei. Gekauft werden sollte keine Aktie, bei der die liquiden Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht um mindestens das Doppelte überschreiten.

Wichtig ist auch dass nicht vom Preis einer Aktie auf deren Wert geschlossen wird. Zur Aktienbewertung werden Kennzahlen wie der Gewinn der Aktie (EPS) und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGS) zu Rate gezogen. Gewinnschätzungen erhalten Sie im Internet, beispielsweise bei www.onvista.de. Die Einschätzungen sollten kritisch hinterfragt werden. Grundsätzlich heißt ein niedriger KGV dass die Aktie preiswert ist. Eine weitere Kennzahl ist das PEG, welches das KGV in Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum setzt. Aktien, die mit einem PEG von unter 1 bewertet sind, gelten als attraktiv. Zur weiteren Bewertung sollten zusätzlich der Buchwert, KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) und KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) zur Hilfe gezogen werden.

Grundsätze beim Aktienkauf

Beim Kauf von Aktien, sollte man nicht zuletzt folgende Grundsätze beachten.

  1. Auf die Bewertung achten.
  2. Nie ohne Limit ordern.
  3. Nicht alles auf ein Pferd setzen.
  4. Mit Stoppkursen agieren um Verluste zu minimieren.
  5. Gewinne laufen lassen und nicht zu früh verkaufen.