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Wie viel Zinsen gibt es aufs Festgeld?

Es ist die klassische sichere Anlageform in einer Geschäftsbank: das Festgeldkonto. Die Einfachheit dieser Anlage umfasst eine festgelegte Laufzeit und einen unveränderlichen Zinssatz. Doch welche Zinsvorteile lassen sich tatsächlich erlangen?

Das Festgeldkonto gehört zu den Standardleistungen, die eine gewöhnliche Geschäftsbank seinen Kunden bietet. Zwar sind mit dem Festgeld keine riesigen Zinserträge zu erwarten, jedoch sind diese immerhin höher als bei anderen gängigen Konten oder Anlageformen wie dem Tagesgeld oder dem Girokonto.

Zinsen aufs Festgeld: Entlohnung für langfristige Anlagen © Miala/Flickr

Das Festgeld: Zinsen, Konditionen und Bestimmungen

Wer ein Festgeldkonto eröffnet, „leiht“ der Bank für eine fest vereinbarte Laufzeit eine bestimmte Summe und erhält dafür einen festen, also über die Laufzeit unveränderlichen, Zinssatz. Dieser ist umso höher, je länger man seine Anlage auf dem Konto platziert. Da man auf das Festgeldkonto zu keinem Zeitpunkt Zugriff hat, entlohnt die Bank längerfristige Anlagen, weil sie damit garantiert „arbeiten“ kann. Allerdings sollte man sich sicher sein, dass man in dieser Phase nicht in Liquiditätsschwierigkeiten gerät.

Das Festgeld ist eine sichere und dafür recht rentable Geldanlage. Wer eine bestimmte Summe Geld eine Zeit lang erübrigen kann, sollte über ein Festgeldkonto nachdenken. Der unveränderliche Zinssatz kann sich dabei als Vor- oder Nachteil erweisen, je nachdem wie sich die Inflationsrate entwickelt. Aktuell herrscht eine gewisse Furcht vor steigender Inflation, die die Zinsgewinne auch beim Festgeldkonto „auffressen“ könnte. Bei zurück gehender Inflationsrate profitiert man hingegen vom festen Zins, der mit der Zeit zu steigender Rentabilität der Geldanlage führt.

Die aktuelle Zinsentwicklung beim Festgeldkonto

Bei der Frage, wie viele Zinsen Festgeld Konten abwerfen, muss man stets die Marktlage im Blick haben. Aktuell liegen sie für eine 6-monatige Laufzeit bei ca. 1,5 % und für 1-Jahres-Verträge bei ca. 2%. Wer ein Konto mindestens 3 Jahre lang führen lässt, kann derzeit mit Zinssätzen zwischen 2,5% und 3%, bei einigen Banken sogar bis zu 4 % rechnen. Abhängig ist der Festgeldzins vom Leitzins. Dieser gibt die Zinssatzhöhe an, zu welcher Geschäftsbanken Kredite bei der Zentralbank aufnehmen können. Die EZB sieht sich im Augenblick einer recht kritischen Situation gegenüber. Die Krise der öffentlichen Haushalte und des Interbankengeschäftes zwingt sie dazu, den Leitzins außerordentlich niedrig zu halten – derzeit auf einem Rekordtief von 1,0 %. Nur so erhofft man sich, die Geldzirkulation am Laufen zu halten. Für Kreditnehmer ist dies sicherlich eine günstige Situation. Für Anleger wirft der Markt aktuell dagegen nur geringe Renditen ab.

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