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Versicherungen, die jeder braucht – oder eben nicht!

Versicherungen, die jeder braucht – oder eben nicht!

Der ursprüngliche Zweck von Versicherungen: Sie sollen Risiken abdecken. Heute kann man sich gegen fast alles absichern, obwohl die Police eher das Gewissen beruhigt, als vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Erfahren Sie hier, welche Versicherungen sinnvoll und welche verzichtbar sind.

Die unverzichtbare Privathaftpflichtversicherung

Versicherungsexperten empfehlen ausdrücklich Versicherungen, die Sie im Schadensfall vor dem finanziellen Ruin bewahren. Die Privathaftpflichtversicherung (PHP) ist so eine, die jeder braucht!

Die Privathaftpflichtversicherung deckt Schäden an Personen- oder Gegenständen ab, die Sie selbst verursachen. Fünf, fünfzehn oder fünfzig Millionen Euro? Je mehr die Police abdeckt, desto höher ist der Versicherungsbeitrag und desto besser sind Sie abgesichert. Im Zweifel lieber 50 Millionen als Deckungssumme wählen als fünf. Beträgt der Schaden sechs Millionen, bleiben Sie auf einer Million sitzen. Eine PHP gibt’s ab circa 50 Euro im Jahr.

Als Extraleistung bieten Versicherer optional noch eine Ausfalldeckung an. Diese greift, wenn Ihnen jemand einen Schaden zufügt und die Kosten nicht übernehmen kann, weil er beispielsweise nicht haftpflichtversichert ist. Eine Ausfalldeckung ist empfehlenswert und erhöht die Police nur marginal.

Hausratversicherung ist nicht für jeden notwendig

Die Hausratversicherung ist in Deutschland eine sehr beliebte Versicherung. Sie entschädigt im Brand- und Einbruchsfall und Schäden, die durch Sturm, Hagel oder Leitungswasser verursacht wurden – eine übergelaufene Badewanne oder Waschmaschine kann zum Beispiel ein Mietshaus überfluten. Damit Sie nicht unterversichert sind, muss die Versicherungssumme entsprechend hoch angesetzt sein und Ihr komplettes Inventar inklusive Möbel und Kleidung abdecken. Je wertvoller das Inventar, desto sinnvoller ist die Hausratversicherung. Die Kosten für diese Versicherung hängen nicht nur von der Versicherungssumme ab, sondern auch vom Wohnort und der statistischen Einbruchswahrscheinlichkeit.

Versicherungen, die niemand braucht

Als unnötigste Versicherung gilt die Sterbegeldversicherung. Sie soll die Angehörigen vor den finanziellen Folgen der Bestattung schützen. Häufig zahlt der Verstorbene über die Jahre deutlich mehr ein, als seine Bestattung kostet. Besser wäre ein Sparkonto, auf dass die Hinterbliebenen zugreifen können. Für die meisten verzichtbar ist auch eine Glasbruchversicherung, sofern sie nicht im Glashaus wohnen. Aber selbst dann bedeutet eine zerbrochene Scheibe nicht den finanziellen Ruin.


Bildquelle: Thinkstock, 147004796, iStock, PeJo29

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