Unternehmensinsolvenzen: 2013 um 8,1 Prozent gesunken

Die anhaltend gute wirtschaftliche Lage Deutschlands macht sich auch bei den Insolvenzen bemerkbar. 2013 ging ihre Zahl weiter zurück. Sowohl Unternehmens- als auch Verbraucherinsolvenzen waren danach rückläufig. Setzt sich die positive Wirtschaftsentwicklung fort, könnte sich der Trend verfestigen. Trotzdem ist der wirtschaftliche Schaden, der durch Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung entsteht, nach wie vor groß.

Statistisches Bundesamt: Insolvenzentwicklung

Bei den Unternehmen gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr 29.995 Insolvenzen, das bedeutet einen Rückgang von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2013 war damit das vierte Jahr in Folge, in dem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gesunken ist. Zuletzt hatte es 2009 einen Anstieg gegeben. Er fiel mit 11,6 Prozent besonders stark aus – eine Folge des durch die Finanzkrise bewirkten wirtschaftlichen Einbruchs. Absolut betrachtet war 2003 das bisherige Rekordjahr der Unternehmensinsolvenzen. 39.320 Betriebe mussten ihrerseits Insolvenz anmelden. Die deutsche Wirtschaft hatte damals mit großen Wachstumsschwächen zu kämpfen, das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte. Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie auf jnp.de.

Positives Bild auch bei Privatpersonen

Ein ähnliches Bild wie bei den Unternehmen zeigt sich auch bei Privatpersonen. 2013 waren 91.200 Verbraucherinsolvenzen zu bearbeiten, 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Hier gab es einen Rückgang im dritten Jahr in Folge. Seit der Einführung der Privatinsolvenz im Jahre 1999 war zuvor nur einmal – nämlich 2008 – ein Rückgang zu verzeichnen gewesen. Wenig verändert erscheinen die Insolvenzen vorher selbständiger Privatpersonen. Ihre Zahl ging 2013 geringfügig um 0,7 Prozent auf 20.137 Fälle zurück. Der Privatinsolvenz dürfte hier meist eine Unternehmensinsolvenz vorausgegangen sein. Die positive Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen ist nicht zuletzt auf die gute Beschäftigungslage zurückzuführen, denn Arbeitslosigkeit ist immer eine wichtige Ursache für private Zahlungsschwierigkeiten. Die Zahl von dennoch fast hunderttausend Privatinsolvenzen dürfte auch daran liegen, dass manche Verbraucher schlecht wirtschaften.

Milliardenvolumen ausstehender Forderungen

Trotz der erfreulichen Entwicklung bleiben die wirtschaftlichen Folgen der Insolvenzen beträchtlich. Auf 37,8 Mrd. Euro beliefen sich die Forderungen der Gläubiger bei den insgesamt 141.332 Insolvenzfällen des letzten Jahres. Erfahrungsgemäß muss davon ein erheblicher Teil abgeschrieben werden. Immerhin – im Vorjahr betrugen die ausstehenden Forderungen noch deutlich mehr, nämlich 51,7 Mrd. Euro.

Image: Markus Bormann – Fotolia

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