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Rettungspaket, die Zweite: Jetzt über den Senat

Nachdem der erste Vorschlag zur Sicherung der Finanzlage im Repräsentantenhaus durchgefallen ist, versucht es die US-Regierung jetzt mit einem neuen Konzept.

Dabei hat sich im Kern des neuen Rettungsplanes zur Finanzkrise nicht wirklich viel geändert. Vor allem wurde die Privatkontenabsicherung, also der staatlich geförderte Schutz der privaten Anleger, mit einer Budgeterhöhung von 100.000 auf 250.000 Dollar bedacht.

Die Frage ist, ob diese Änderungen, noch begleitet von einigen Steuervorteilen, ausreichen werden, um den Eindruck zu tilgen, der Staat würde aus der Tasche der Bürger Geld in die marode Finanzlage pumpen. Schließlich ist es ja genau das, was Amerika vorhat. Den freien Markt zu regulieren, aus Angst vor den Konsequenzen von dubiosen Spekulationsgeschäften. Dabei wäre das doch der richtige Zeitpunkt, um zu testen, was das System „Freie Marktwirtschaft“ wirklich wert ist.

Das erste Rettungspaket ist an der unpopulären Verknüpfung von Steuergeldern und „sozialistischem“ Ansatz gescheitert. Jetzt versucht die Regierung inklusive beider Präsidentschaftskandidaten, den Ansatz durchzuboxen. Man hofft fast, das System möge sich starrsinnig erweisen, damit sich nicht schon wieder die Panik in Amerika durchsetzt. Der Markt reagierte jedenfalls auf die Meldungen und beruhigte sich – ein Zeichen, dass die angestrebte Linie doch sinnvoll ist?

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