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Planwirtschaft: fuer viele ein Schreckgespenst

Planwirtschaft: fuer viele ein Schreckgespenst

Es ist gar nicht mal so lange her, dass auf deutschem Boden Planwirtschaft herrschte. Denn dies war die Wirtschaftsform, die in der DDR praktiziert wurde. Allerdings waren die Menschen dort damit mehr als unzufrieden. Allgemein wird diese Wirtschaftsform heute auch noch in den Ländern praktiziert, in denen der Kommunismus immer noch Einzug hält. Doch hat es ein Land wie China zum Beispiel geschafft, dass es in den letzten Jahren durchaus mit seinen Mehrjahres-Plänen auch wirtschaftlich erfolgreich geworden ist und nun sogar versucht, den USA den Rang abzulaufen.

Hunger und Elend

Die Planwirtschaft an sich ist in vielen Ländern auf dem Rückzug. Das auffallendste Merkmal dabei ist, dass sich das Land Unternehmen öffnet aus Ländern, in denen die Marktwirtschaft praktiziert wird. Doch was in China hervorragend zu funktionieren scheint, funktioniert in anderen Ländern überhaupt nicht. Dort herrscht nicht nur Rohstoffmangel, sondern auch Hunger und Elend durch diese Form der Wirtschaftsordnung. Häufig verwendet man statt dem Begriff Planwirtschaft auch den Begriff der gelenkten Volkswirtschaft.

Merkmale der Planwirtschaft

Charakteristisch für Länder, in denen die Planwirtschaft praktiziert wird, ist auf den ersten Blick die Knappheit an Rohstoffen. Darüber hinaus aber auch an Kapital und an Boden sowie an Arbeit, also an allen Faktoren, die es eigentlich ermöglichen sollten, dass eine gesunde Wirtschaft existiert. Das Merkmal dieses Wirtschaftssystems ist es daher, dass regelrecht, wie der Begriff schon vermuten lässt, nach Plan vorgegangen wird, um ein Ziel zu erreichen bzw. ein Produkt herzustellen. Die Sortimente an Produkten gehen – was ein weiteres Merkmal ist – nicht in die Tiefe und auch nicht in die Breite. Darüber hinaus fehlt es in diesen Ländern auch an Wirtschaftsbeziehungen, dass bestimmte Waren importiert werden können. Luxusgüter aus dem Ausland sind aus diesem Grund genauso Mangelware, wie auch exotische Früchte. Angebot und Nachfrage, die durch die Verbraucher gesteuert werden, kommen bei der Planwirtschaft nicht so stark bzw. überhaupt nicht zum Tragen. Hingegen werden Angebot und Nachfrage über einen Preismechanismus gesteuert, der jedoch für einen Laien sehr undurchsichtig ist. Denn die Produkte werden vom Staat, dass sie für die Bevölkerung überhaupt erschwinglich sind, zum Teil sehr stark subventioniert. Ein weiteres Merkmal von einer Planwirtschaft ist, dass sich die meisten Unternehmen unter staatlicher Kontrolle befinden. Das heißt, der Staat teilt nicht nur die Rohstoffe zu, sondern auch die Arbeitskräfte und vor allem er kontrolliert auch die Produktion und auch den Verkauf. Und dies geht natürlich weit über eine Unternehmensplanung, wie man sie in der Freien Marktwirtschaft kennt hinaus. Private Unternehmungen von Bürgern eines Landes, in dem die Planwirtschaft herrscht, werden zum Teil auch mit staatlicher Brutalität und Sanktionen gegen die Individuen niedergestreckt.

Unterschiedliche Planwirtschaften

Im Vordergrund der Planwirtschaft steht das Erreichen von einem ganz bestimmten, vorher klar definierten Ziel. Dieses Ziel wurde in Jahresplänen festgelegt. In der früheren UdSSR herrschte wie auch in der früheren DDR der Realsozialismus. Dieser beinhaltete auch die Festlegung von Preisen und Löhnen durch den Staat. Aber auch vor dem 2.Weltkrieg gab es in Deutschland Formen der Planwirtschaft. Und zwar die Kriegswirtschaft während des 1. und 2. Weltkriegs sowie den Vierjahresplan von 1936. Aber auch in Frankreich gab es im 2. Weltkrieg einen Fünfjahresplan.

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