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Photobioreaktoren als neues landwirtschaftliches Geschäftsfeld

Mikroalgenzucht und Landwirtschaft passen zusammen

(NL/4083660631) Algen vom Hof – Photobioreaktoren und Mikroalgen in der Landwirtschaft

Photobioreaktoren und die Produktion von Mikroalgen bieten verschiedenste Potenziale für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und neue natürliche Produkte. Die deutsche Landwirtschaft hat im Fall von Energiewende und Bio-Anbau ihren innovativen weltweiten Vorreitercharakter unter Beweis gestellt. Mit dem gesteigerten landwirtschaftlichen Interesse an Mikroalgen wird möglicherweise ein weiteres Kapitel dieser erfolgreichen Geschichte aufgeschlagen. Die DLG hat nach dem erfolgreichen Aquakultur-Programm „Fisch vom Hof“ ein neues Seminarprogramm mit dem Titel „Algen vom Hof“ gestartet, das den Bezug zwischen der Mikroalgenforschung und der Landwirtschaft herstellen soll. IGV Biotech ist mit einem Vortrag zum grundlegenden Design von Photobioreaktoren an diesem Seminarprogramm beteiligt.

Die Zucht von Mikroalgen nutzt Sonnenlicht, Nährstoffe und CO2 um Biomasse zu bilden. Diese wertvolle Biomasse wird nach ihrer Ernte zu Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetik- oder Pharmarohstoffen verarbeitet. Neue Entwicklungen wollen das herausragende Wachstumspotenzial der Mikroalgen zur Produktion von Biokraftstoffen, Futtermitteln oder Rohölersatzstoffen nutzen. Bringt man Mikroalgen und die Landwirtschaft zusammen, entstehen ganz neue und vielfältige Synergien. Besitzt ein landwirtschaftlicher Betrieb zum Beispiel eine Biogasanlage, so kann der nährstoffreiche Gärrest grundsätzlich zur Algenzucht genutzt werden. Ebenso können die Algen das bei der Verbrennung oder der Aufbereitung des produzierten Biogases anfallende CO2 verwerten und so einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die produzierten Algen können am Ende betriebsintern als Futtermittel oder extern im Rahmen von Bioraffinerien weiterverarbeitet werden.

Die grundsätzliche Eignung von Biogas-Abgasen und Gärresten zur Algenzucht wurde in verschiedenen Vorversuchen und Forschungsprojekten unabhängig bestätigt. Die zur Algenproduktion notwendigen Photobioreaktoren erfordern ein nicht unerhebliches Investment, das gerade im dezentralen landwirtschaftlichen Bereich von verschiedenen Regional-Förderprogrammen profitieren kann. Die große Vielfalt auf der Produktseite ist interessant für Investoren, da zwischen der Erzeugung von hochwertigen Spezialprodukten und Massenmarkt-fähigen Grundstoffen gewählt werden kann. Entsprechend der unterschiedlichen Produkte haben verschiedene Forschungsgruppen und kleinere Unternehmen unterschiedliche technische Konzepte zur Algenproduktion entwickelt.

Weltweit werden in tropischen und subtropischen Regionen häufig offene Systems eingesetzt, die nach ihrer Form „Raceway Ponds“ genannt werden. Diese sind aber wegen des wechselhaften mitteleuropäischen Klimas, geringer Flächeneffizienz und reduzierter Produktqualität für die deutsche Landwirtschaft ungeeignet. In der Produktion von Hochwertprodukten haben sich bis heute vor allem geschlossene Systeme aus Glasrohren bewiesen. In ihnen werden die Algen in langen Glasröhren mit Licht und zentral mit CO2 und Nährstoffen versorgt. Einfachere Systeme aus Kunststofffolien, Plastikplatten oder nach dem Dünnschicht-Prinzip befinden sich derzeit in der Entwicklung und die erfolgreiche großtechnische Umsetzung steht aus.

In der neuen Seminarveranstaltung der DLG sollen Interessierte aus Landwirtschaft, Gartenbau und dem entsprechenden Umfeld mit den Grundlagen der Mikroalgen-Produktion vertraut gemacht werden. So werden im theoretischen Teil durch Herrn Thomas Wencker von IGV Biotech aktuelle Anlagenprinzipien vergleichend erläutert und durch Herrn Dr. Ecke von der Hochschule Anhalt die Grundmechanismen der phototrophen, d.h. lichtbasierten Biotechnologie erklärt. Im Praxisteil referieren Unternehmer der Branche über ihre einschlägigen Erfahrungen mit den grünen, blauen, braunen oder roten Einzellern. Das Ziel ist, die vielfältig verfügbaren Informationen so aufbereitet zu präsentieren, dass dem Seminarteilnehmer das Potenzial einer landwirtschaftlichen Mikroalgenproduktion erfolgreich vermittelt wird. Ein Flyer mit Daten und Anmeldeinformation zur Veranstaltung befindet sich hier.

Pressekontakt

Herr Ines Gromes

IGV GmbH

Arthur-Scheunert-Allee 40/41

14558

Nuthetal

EMail: igv-transfer@igv-gmbh.de
Website: www.igv-gmbh.de
Telefon: 033200-89107
Fax: 033200-89220

Hinweis

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

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