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Mineralölsteuer

Der Sänger Markus hatte während der Neuen Deutschen Welle in den 80er-Jahren bereits erkannt, dass wir in Deutschland auch weiterhin Auto fahren werden, wenn die Preise für Kraftstoff in exorbitante Höhen schnellen werden. Inzwischen ist Benzin schon teurer, als es sich der Sänger selbst hätte vorstellen können.

Die hohen Benzinpreise sind teilweise durch die Mineralölsteuer verursacht. Rund 60 Prozent Steuern zahlt der Verbraucher beim Kauf von Kraftstoff an der Tankstelle. Allerdings beinhalten diese Steuern auch noch die gesetzliche Mehrwertsteuer. Die Mineralölsteuer sollte ursprünglich für die Kosten zum Bau und Erhalt des Straßennetzes dienen. Inzwischen werden allerdings mit der Mineralölsteuer und auch der Tabaksteuer Löcher in den Haushalten gestopft.

Alternativen suchen

Durch die hohen Benzinpreise sind die Verbraucher bereits seit längerer Zeit auf der Suche nach Alternativen. Fahrzeuge, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden, sollen zukünftig den Benzin- und Dieselmotor ablösen. Bis der technische Fortschritt und die Ausstattung der meisten deutschen Haushalte mit Elektro- oder solarbetriebenen Autos vorangeschritten sind, werden noch mehrere Jahre vergehen. Mehrere Jahre, in denen die hohen Benzinpreise bald nicht mehr erschwinglich sein werden.

Keiner will die Schuld für die hohen Kraftstoffpreise haben. Die Tankwarte, die des Volkes Zorn direkt abbekommen, schieben die Schuld direkt an die Mineralölgesellschaften weiter. Diese diktieren die Preise in stiller Übereinkunft mit den Wettbewerbern und geben diese an die Tankstellenpächter weiter. Der Anteil des Finanzamtes an den hohen Benzinpreisen wurde bereits erläutert.

Verzicht oft nicht möglich

Die Problematik besteht weiterhin darin, dass sehr viele Menschen beruflich aber auch privat auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Gerade in ländlichen Gegenden, wo die Busse nur sehr selten fahren, benötigt man ein Mindestmaß an Mobilität. Arztbesuche oder Einkäufe sind nur mit dem Auto zu erledigen, ganz zu schweigen von einem hoffentlich nicht eintretenden Notfall.

Es wäre nun zu einfach, eine Senkung der Mineralölsteuer zu fordern. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre das aber allemal.

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