Mehr als nur BWL: Der Schwerpunkt entscheidet

In jedem BWL-Studiengang lernen Studierende ein gewisses Maß an Grundwissen, zum Beispiel über den Ablauf von Geschäftsprozessen. Darüber hinaus unterscheiden sich die Angebote aber: Einige Universitäten legen auf gewisse Studieninhalte besonderes Gewicht, beziehen andere Fächer mit ein oder bieten auf eine Branche fokussierte Ausbildungsgänge an.



Mit Spezialisierung bessere Jobchancen

Bevor Abiturienten sich an Universitäten bewerben, sollten sie sich mit dieser Vielfalt auseinandersetzen. Unternehmen suchen dringend Betriebswirte mit besonderem Fachwissen. Wer sich solche Kenntnisse aneignet, hat es später bei der Jobsuche leichter. Haben Bewerber nur ein übliches BWL-Studium absolviert, sehen sie sich meist mit einer großen Konkurrenz konfrontiert. Fordern Firmen dagegen spezielle Fertigkeiten, lichtet sich der Kreis. Den genauen Schwerpunkt sollten Abiturienten aber nicht allein an der Frage ausrichten, mit welchem sie sich am Arbeitsmarkt die besten Chancen sichern. Er muss auch mit ihren Interessen übereinstimmen. Die Möglichkeiten sind zahlreich. Interessierte sollten am besten eine Studien- und Karriereberatung in Anspruch nehmen (mehr dazu hier) und bei den einzelnen Universitäten die Studieninhalte recherchieren. Das Betrachten des Studiengangnamens reicht hierfür nicht aus, unter der verbreiteten Bezeichnung „Betriebswirtschaft“ finden sich viele verschiedene Ausrichtungen. Schwerpunkte können zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

  • Nachhaltiges Wirtschaften: Studierende beschäftigen sich mit Strategien, die ökologischen und sozialen Kriterien in der Ökonomie einen hohen Stellenwert einräumen. Viele Unternehmen folgen mittlerweile den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens und suchen dafür Fachkräfte.
  • Psychologie: Manche Studiengänge legen einen besonderen Fokus auf psychologische Aspekte, etwa in der Mitarbeiterführung.
  • Marketing: Einige Universitäten bilden ihre Studierenden schwerpunktmäßig in Marketing aus, so dass sie später Werbekampagnen und die PR-Arbeit federführend verantworten können.

Von Beginn an Spezial-Studiengänge wählen

Darüber hinaus treffen Interessierte auf Angebote, welche sich auf eine bestimmte Branche konzentrieren. Das gilt zum Beispiel für Studiengänge der Automobilwirtschaft. Die Professoren bilden die Studierenden konkret auf den Einsatz in der Autobranche aus, so dass sie sich später mit einem hohen Maß an Expertise bei entsprechenden Unternehmen bewerben können. Diese räumen solchen Spezialisten Vorrang vor normalen BWL-Studenten ein, die Chance auf einen gut bezahlten Job steht daher gut. Auch für weitere Branchen finden sich solche Ausbildungsgänge – dazu zählen die Holzwirtschaft und die Medienwirtschaft. Auch ein Studium der Wirtschaftspädagogik verdient Interesse; mit einem solchen Abschluss können Absolventen später als Lehrer in Schulen oder außerschulischen Einrichtungen der Weiterbildung arbeiten.

Schon vor dem Studienbeginn Schwerpunkte überlegen

BWL ist nicht BWL: Das sollten sich Abiturienten bewusst machen und sich über die Möglichkeiten der Spezialisierung informieren. Dabei sollten sie drei Fragen beantworten: Welche Interessen habe ich? Welche Schwerpunkte entsprechen meiner Begabung? Und wie sehen die Jobmöglichkeiten nach einem entsprechenden Studium aus?

Bildcopyright: goodluz – Fotolia



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