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Italien und USA im Sog der Finanzkrise

Nachdem Griechenland von Rating-Agenturen herabgestuft wurde, wackeln jetzt auch Italien und die USA. Doch Italien ist nicht Griechenland und Amerika schon lange nicht. Kommt nach dem Platzen der letzten Blase jetzt die Rechnung?

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Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone. Jedoch sitzt Italien derzeit auf einem riesigen Schuldenberg. Die ausstehenden Schulden betragen 1800 Mrd. Euro. Das ist so hoch, dass der europäische Rettungsschirm knallhart auf den Boden fallen würde, wenn Italien mit unter den Schirm will. Was die Rating-Agenturen jetzt sehen wollen, sind entschlossene Sparsignale.

Italiens Wirtschaft wächst kaum

Es bleibt an Berlusconi zu sparen, doch er und seine Regierung gelten als korrupt und unzuverlässig. Ob es da gelingt ein entsprechendes Paket zu verabschieden ist fragwürdig. Die Rating-Agenturen Fitch und Moody’s finden derweil die derzeitigen Turbolenzen übertrieben und sichern Italien die Treue mit der Bestätigung der Zahlungsfähigkeit. Mehr Tempo beim Sparen sollte Berlusconi dennoch einlegen, denn die Zinsen steigen auch mit der Zeit.

Europa und die USA stecken gemeinsam in der Krise

Auch Europas starker Bruder wackelt. Aber warum fragen sich viele. Fakt ist, dass vor Obama’s Zeit die Ausgaben Rüstung verdoppelt und Steuergeschenke an Reiche gegeben wurden. Auch hat die USA ein Problem mit der alternden Bevölkerung. Es gibt immer mehr Menschen im Lande, die Rente beanspruchen.

Nun will Obama die Schuldengrenze erhöhen, um den Spielraum zu erweitern. Sollte es keine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten geben, droht die Zahlungsunfähigkeit am 2. August. Aber auch so sollte die USA schnell anfangen zu sparen, denn mit 14,3 Billionen Dollar in der Kreide stehen, ist für ein riesiges Wirtschaftsland nicht gerade gut.

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