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Inflation stärker als erwartet

Die Inflation fällt deutlich stärker aus als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag bekanntgab, lagen die Preise im November 2007 rund 3,1% über denen des Vorjahresmonats. Damit hat die Inflation zum ersten Mal seit 1994 wieder die 3-Prozent-Marke überschritten. Mehr als die Hälfte der Inflationsrate sei auf steigende Preise in zwei Bereichen zurückzuführen: Energie und Lebensmittel.

3,1% entsprechen einer drastischen Steigerungsrate. Die Europäische Zentralbank definiert die 2-Prozent-Marke als Grenzwert für stabile Preise. Allerdings ist die Inflation freilich nicht hausgemacht – die Rohstoffkrise hält momentan die Weltwirtschaft insgesamt in Atem. Der miserable Dollar-Kurs trägt seinen Teil zur Eskalation bei.

So haben sich die Preise für Heizöl im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gesteigert. Die verschiedenen Fahrzeugkraftstoffe verzeichneten eine Teurungsrate von fast 20%. Gleichzeitig stiegen die Preise für Butter um fast die Hälfte (erinnert sich noch jemand an die Geschichte von den „Butterbergen“ der Europäischen Union?), Milchprodukte und Eier verteuerten sich um etwa 16%.

Von einer weiter steigenden Inflationsrate ist auszugehen. Mal schauen, welche Branche als nächstes streikt.

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