Gold contra andere Edelmetalle als Wertanlage

Die meisten Anleger denken bei einer Investition in Edelmetalle zuerst an Gold. Es stehen aber zahlreiche Alternativen zur Verfügung, zum Beispiel Silber, Platin und Palladium. Interessierte sollten vor einem Investment die Vor- und Nachteile dieser Rohstoffe abwägen.





Von was die Wertentwicklung abhängt

Die Kursentwicklung der diversen Edelmetalle unterscheidet sich deutlich. Das liegt am jeweiligen Verwendungszweck. Gold nutzen Käufer mehrheitlich als Geldanlage. Sie sehen darin eine sichere Investition, die vor Vermögensverlusten durch Inflation und Kursstürzen an den Aktienmärkten schützt. Deswegen steigt der Wert meist in krisenhaften Zeiten. Zeigen sich Weltwirtschaft und Aktienmärkte dagegen solide, verliert dieses Edelmetall meist an Wert. Gold dient damit als ideale Absicherung der Ersparnisse. Silber, Platin und Palladium finden dagegen größtenteils eine andere Verwendung, Industriebetriebe brauchen diese Metalle zur Produktion. Deshalb legen die Kurse in der Regel zu, wenn die Wirtschaft gut läuft. Bei schwachem Wachstum oder in einer Rezession lässt die Nachfrage dagegen nach, Investoren verlieren Geld.

Steuern und Lagerung

Auch die steuerliche Behandlung und Aspekte der Aufbewahrung verdienen Beachtung.

– Auf Gold fällt keine Mehrwertsteuer ein. Auf alle anderen Metalle zahlen Investoren dagegen diese Steuer, die in Deutschland momentan 19 %Prozent beträgt. Erst zum Jahreswechsel 2014 verschlechterten sich die Konditionen für Silber: Bis dahin mussten Käufer von Silbermünzen nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. Aufgrund einer EU-Richtlinie gilt fortan sowohl für Münzen als auch Barren der volle Satz.
– Lagerkosten: Wer Edelmetalle in physischer Form erwirbt, sollte diese sicher verstauen. Es bedarf eines eigenen Tresors oder eines Bankschließfaches. Deshalb kommt es entscheidend auf den Umfang an. Gold, Platin und Palladium schneiden bei einem Vergleich gut ab. Auf einer kleinen Fläche lassen sich große Vermögen aufbewahren. So verfügt ein übersichtlicher 50-Gramm-Goldbarren über einen Wert von rund 1.500 Euro. Erwerben können Sie die Barren beispielsweise hier. Das deutlich günstigere Silber benötigt viel mehr Kapazitäten. Ein Kilogramm des Edelmetalls kostet nur rund 600 Euro.

Was für den Kauf von Gold spricht

Für Gold als Geldanlage lassen sich drei Argumente anführen: Erstens können Investoren mit ihm das Vermögen absichern, wenn sie wirtschaftliche Verwerfungen befürchten. Zweitens zahlen sie beim Erwerb keine Mehrwertsteuer. Drittens braucht es im Gegensatz zu Silber für dieses Edelmetall vergleichsweise wenig Platz in Schließfächern oder Tresoren.

Bild: typomaniac – Fotolia

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