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Essen für alle – Die Tafeln in Deutschland

Alles wird teurer, nicht nur so lebenswichtige Dinge wie Bier, Bücher und Cd’s – nein- auch die Lebensmittelpreise sind in den letzten zwei Jahren in die Höhe geschossen. Vor allem Milch und Milchprodukte, aber auch Obst und Gemüse sind richtig teuer geworden.

Zum Glück gibt es die Tafeln. 1992 gründete Sabine Werth in Berlin nach dem Beispiel von City Harvest New York das Tafelkonzept, das sich mittlerweile in fast alle noch so entlegenen Gebiete der BRD verbreitet hat. Dabei handelt es sich nicht, wie so viele annehmen, um Armenspeisung. Vielmehr geht es den Tafeln darum, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden, sondern an Bedürftige verteilt werden. Bedürftige sind alle Studenten, Rentner und Arbeitslose, die dies dokumentieren können.

Die Tafel sammelt Lebensmittel in Supermärkten, Bioläden und Bäckerein und beliefert damit nicht nur jede Menge öffentliche Einrichtungen, wie z.B. Kitas, sondern gibt Lebensmitteltüten zum symbolischen Preis von einem Euro wöchentlich an ihren Ausgabestellen heraus. Wer denkt, dass sich darin nur verschimmelte Erdbeeren und abgelaufener Käse befindet, hat falsch gerechnet. Die Produkte, die die Tafel herausgibt sind einwandfrei, nur hat der heutige Konsumrausch auch die Lebensmittelindustrie erfasst: Die Supermärkte müssen immer den frischsten und grünsten Salat in der Auslage liegen haben – einer Nachfrage, der sich die Discounter anscheinend gern beugen.

Die Tafel e.V. sind ein gemeinnütziger Verein, alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich beschäftigt. Wer also nicht essen will, kann trotzdem Mitglied werden, mitmachen oder spenden. Die Tafel freuen sich über jede Unterstützung!

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