Die Finanzierung eines Studiums – Möglichkeiten im Überblick

Gleiche Chancen für alle – eigentlich sollen alle Menschen, unabhängig von der sozialen Stellung und finanziellen Verhältnisse, Zugang zur gleichen Bildung haben. Doch leider hat sich dies vor ein paar Jahren mit der Einführung der Studiengebühren geändert. Immerhin: Damit das Studium für (theoretisch) alle möglich ist, hat der Staat ein paar Auffangsysteme im Angebot und auch die Universitäten wollen Hoffnungsträgern nicht ihre Bildung verweigern.

BAföG und Co. – wenn der Staat die Bildung finanziert

Die wohl berühmteste Variante der Studienfinanzierung ist das Bundesausbildungsförderungsgesetz oder kurz BAföG, das den Studenten nach einem strengen Finanzierungsplan Grundsicherung, Lehrmaterial und Universitätsgebühren bezahlt. Die Hälfte der erhaltenen Summe ist hierbei (Stand Oktober 2012) ein Zuschuss, der keinerlei Rückzahlung erfordert, die andere Hälfte wird als zinsfreier Staatskredit gewährt, dessen erste vierteljährliche Rate spätestens ein Jahr nach Ablauf der Förderung bezahlt werden muss.

Zusätzlich kann der Student bei vielen Banken einen staatlich geförderten Studienkredit beantragen, dessen Zinsen relativ klein sind, bei dem aber ähnliche Ratenzahlungsvereinbarungen gelten, wie bei normalen Bankdarlehen. Die Förderung wird allerdings nicht gezahlt – und das ist der größte Nachteil des Gesetzes – wenn die Eltern über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Wenn Sie als Student über die Inanspruchnahme solche eines Kredits nachdenken, sollten Sich vorab gründlich über die Konditionen beraten lassen. Am besten durch ein erfahrenes und unabhängiges Unternehmen. Welche Erfahrungen andere Studenten damit gemacht haben, können Sie zum Teil auf den Internetseiten der Anbieter nachlesen, wie etwa bei http://www.awd-erfahrung.de/ oder ähnlichen Dienstleistern. Auch die Testzeitschrift Test beschäftigt sich in Abständen mit diesem Thema.

Förderungsmöglichkeiten unabhängig vom Staat

Bei ausreichender Qualifikation und guten Noten dürfen Universitäten ihren Schülern Stipendien gewähren und die Studiengebühren teilweise oder ganz erlassen. Art und Umfang der Stipendien richten sich aber nach den Vorgaben der Stiftungen und Universitäten und können stark variieren, weswegen eine Grundsicherung nur durch das Stipendium nicht immer gegeben ist. Wer lieber ganz auf eigenen Füßen stehen möchte, sollte ein duales Studium anstreben, bei dem nur ein Teil der Ausbildung rein akademisch stattfindet und etwa ein Drittel der Studienzeit aus praxisorientierten Arbeiten in der zukünftigen Firma besteht, die den Studenten für seine Arbeit entsprechend entlohnt.

Mut zum Risiko – weg von staatlicher Förderung

Gerade weil das Bundesausbildungsförderungsgesetz das Einkommen der Eltern berücksichtigt und am Ende trotzdem meist hohe Summen zurückbezahlt werden müssen ist die staatliche Förderung nicht immer die beste Wahl. Wer gute Noten hat oder neben dem Studium arbeiten möchte hat mithilfe von Stipendien oder im dualen Studium meist bessere Chancen auf eine spätere Anstellung.

Quelle des Bildes: Jasper Grahl (Fotolia)

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