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Die Bank of England und die Inflation

Dem Pfund stehen schwere Zeiten bevor. Um die Konjunktur anzukurbeln, kauft die Bank of England Wertpapiere im Wert von 75Mrd. Pfund und pumpt damit ordentlich viel Geld in den Markt. Steht den Engländern deshalb bald eine Inflation bevor?

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Wenn eine Bank die Notenpresse anwirft, dann kann das böse Folgen haben. Derzeit liegt der Pfund bei 1,15 Euro. Bisher spricht die Notenbank von geringen Teuerungsraten, welche auf die Briten zukommen werden. Derzeit beläuft sich die Zahl auf 5%. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise aber schon um 4,5 Prozent gestiegen. Das sieht nicht gut für die Inselbewohner aus.

Was ist eine Inflation

Von einer Inflation spricht man, wenn das Preisniveau drastisch und andauernd steigt. Im Prinzip verändert sich also das Tauschverhältnis von Geldmenge und Gütermenge. Wenn ich heute also noch für 1 Euro ein Brot kaufe und dasselbe Brot nächstes Jahr plötzlich 10 Euro kostet, ist das Inflation. Insgesamt geht es jedoch um die Lebenserhaltungskosten. Steigen diese drastisch, spricht man von Inflation. In der Wirtschaft spricht man bereits bei einer Wertverlustrate von 5% im Jahr von einer schweren Inflation. Bei Wertverlusten von über 50 Prozent spricht man übrigens von einer Hyperinflation.

Inflation in der Geschichte

1912 kostete ein Frühstücksei nur 7 Pfennig. Im August 1923 kostete es bereits 923 Papiermark. Bis zum November desselben Jahres stieg der Preis bis hin zu 320 Milliarden Papiermark. Viele Altersversorgungen in Form von Gelddepots waren damals wertlos geworden. Gemessen wird die Inflationsrate am Verbraucherpreisindex oder Lebenshaltungskosten-Index. Durch den Versuch des Staates die eigenständige Preisbildung zu regulieren, entsteht eine verdeckte Inflation und es entstehen Schwarzmärkte.

Und wie steht es jetzt mit der Inflation in England

Es ist nicht das erste Mal, dass die Briten Geld in den Markt pumpen. Bereits 2009 hat die Bank of England 75Mrd. Pfund und schrittweise sogar mehr in den Markt gebracht. Durch die Euro-Krise leidet auch das Wirtschaftswachstum in England. Die Anleihenkäufe werden in den nächsten Monaten eingestellt werden. Beruhigend zu wissen ist, dass eine Inflationsrate von bis zu 5% den Markt ankurbeln kann und somit die Wirtschaft stärkt. Des Weiteren sind es vor Allem Energieversorger, welche ihre Preise in England erhöhen wollen. Das liegt wiederum an den gestiegenen Rohstoffpreisen. Die Bank of England beruhigt derweil und versichert, dass sich die Lage mittelfristig beruhigen wird.

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