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Den besten Brooker finden – zählt am Ende nur die Nettorendite?

Den besten Brooker finden – zählt am Ende nur die Nettorendite?

Wer Geld investiert, will damit am Ende auch Geld verdienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand als Wunschanlage ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto, eine Immobilie oder Wertpapiere wählt. Allerdings bedeutet Geld verdienen in den meisten Ländern – natürlich auch in Deutschland – dass der Verdienst besteuert wird.

Ob es sich um Wertpapiererträge, Mieteinnahmen oder Gehälter handelt, ist dem Gesetzgeber egal. An der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent kommt kein Anleger vorbei! Lediglich ein Freistellungsauftrag sorgt dafür, dass bei Alleinstehenden die ersten 801 Euro aus Geldanlagen, bei Verheirateten die ersten 1.602 Euro, steuerfrei ausgezahlt werden. Doch Anlegern bieten sich weitere Stellschrauben, um die Nettorendite, so bezeichnet man den Ertrag nach Abzug der Kosten, ihres Depots zu erhöhen.

Brokerwahl: Vergleich macht reich

Für einen durchschnittlichen Anleger stehen die Kosten bei der Brokerwahl im Vordergrund. Diese beziehen sich aber nicht nur auf die Transaktionsgebühren im Handel. Sparer, die auf den Vermögensaufbau durch Aktienfonds setzen, achten auch darauf, dass der Ausgabeaufschlag beim Erwerb von Fondsanteilen so gering wie möglich ausfällt und idealerweise gar keiner erhoben wird.

Zugegeben, für einen durchschnittlichen Anleger bedeutet ein Wertpapierdepot-Vergleich noch keinen Reichtum, ist aber dennoch eine gute Möglichkeit, die Kosten ein wenig zu senken. Dieses folgende Beispiel soll das verdeutlichen: Zwei Anleger kaufen und verkaufen zu identischen Kursen eine Aktie, sind aber bei unterschiedlichen Wertpapierdepots angemeldet.

Das Anfangsvolumen beträgt 10.000 Euro. Bei dem einen fällt die Nettorendite final höher aus als beim anderen. Warum? Weil der Trader, der sein Depot beim günstigsten Anbieter führt, nur Orderkosten von 2,80 Euro hat – war dies sein einziger Trade, betragen die Gesamtkosten für Handel und Depotverwaltung am Ende des Jahres eben nur diese 2,80 Euro.

Der andere Anleger, der sein Depot bei einem teureren Anbieter führt, muss für die gleiche Order satte 23,40 Euro bezahlen. Am Ende des Jahres hat er zusätzlich noch Depotverwaltungsgebühren in Höhe von 31,40 Euro zu begleichen. Der erste Trader hingegen nicht. Der Unterschied im direkten Vergleich macht satte 52 Euro aus, wie der aktuelle Vergleich von depotvergleich.com zeigt. Dieser Betrag kann reinvestiert werden.

Die Kosten sind bei der Brokerwahl nicht alles

Neben den Kosten spielen noch andere Faktoren bei der Depotauswahl eine Rolle. Für Einsteiger macht ein Aus- und Weiterbildungsangebot seitens des Brokers Sinn, um sich langsam an das Thema Börse heranzuarbeiten. Unterstützt werden diese Ausbildungsangebote idealerweise durch ein kostenloses Musterdepot, in dem Anfänger die ersten Trockenübungen vornehmen können.

Fortgeschrittene Trader, die im Day-Trading aktiv sind, legen vermutlich eher Wert auf den kostenlosen Zugriff auf Echtzeitkurse. Andere Anleger suchen dagegen ein breites Angebot an Partnern im außerbörslichen Handel oder vielfältige Zugangswege zu Auslandsbörsen.

Diese Sachverhalte belegen, dass es das ideale Depot nicht gibt. Vor der Auswahl eines Brokers sollte sich daher jeder zunächst einmal überlegen, welche Anforderungen gewünscht sind und welche Serviceleistungen als besonders wichtig gelten. Der Einstieg über den Depotvergleich lohnt sich. Dort findet sich mit Sicherheit ein Broker, der die gleichen Erwartungen erfüllt wie bisher, aber zu günstigeren Konditionen.


Bild: Thinkstock, 187474778, iStock, denphumi

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