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Clevere Altersvorsorge ab 50+

Clevere Altersvorsorge ab 50+

Die gesetzliche Rente beruht auf dem Prinzip, dass die Jungen in die Rentenkasse einzahlen, aus der die Alten bezahlt werden. Seitdem es jedoch immer weniger junge Einzahler gibt, die für immer mehr Rentner einzahlen müssen, sinkt das Rentenniveau – die Rentenlücke droht: Sie bezeichnet den Unterschied zwischen dem letzten monatlichen Nettogehalt und der ersten Rentenauszahlung. Immer öfter fällt Letztere deutlich niedriger aus.

Deshalb ist es auch für über fünfzigjährige Bürger ratsam, privat vorzusorgen – auch wenn sie es bis jetzt nicht getan haben.

Auf die Rendite kommt es an

Wenn bis zum Renteneintritt nur noch 15 bis 20 Jahre ins Land gehen, kommt es bei der privaten Altersvorsorge vermehrt auf eine gute Rendite an, die die Vorsorgeprodukte erwirtschaften sollen. Gleichzeitig sollten die Kosten so niedrig wie möglich sein. Andererseits ist die Rendite umso höher, je höher auch das Risiko für den Sparer ist. Vor diesem Hintergrund können börsennotierte Indexfonds (ETF) einen guten Kompromiss darstellen.

ETFs: Über längere Zeit im Plus

Bei den ETFs hat sich herausgestellt, dass sie über längere Zeiträume ab etwa zehn Jahren überwiegend positiv performen. Jährliche Renditen von etwa vier Prozent sind bei weltweit anlegenden Aktienfonds durchaus realistisch. Bei einem Ansparen von 100 Euro monatlich kann nach zehn Jahren über 14.800 Euro verfügt werden. Ist die Rendite mit durchschnittlich sechs Prozent noch höher, sind sogar 17.900 Euro erwirtschaftet worden. Die Einzahlungssumme betrug dabei 12.000 Euro, der Zuwachs beläuft sich folglich auf 2.800 beziehungsweise 5.900 Euro. Allerdings: ETF-Kurse schwanken, und da muss der Sparer durch. Börsennotierte Indexfonds empfehlen sich also nur, wenn sie nicht gleich am Beginn der Rentenphase benötigt werden und eine maue Phase an der Börse in Ruhe abgewartet werden kann.

Sofortrente als Alternative

Wenn schon etwas Vermögen im Portfolio ist, empfiehlt sich der Abschluss einer Sofortrente. Bei so einer Rente zahlt man kurz vor dem Renteneintritt einen größeren Betrag ein und erhält dafür bis zum Lebensende monatlich einen Rentenbetrag auf sein Konto überwiesen. Dabei ist die lebenslange Zusatzrente auch dann garantiert, wenn die Auszahlungen höher ausfallen als die einmal eingezahlte Summe.


Bildquelle: Thinkstock, 186128561, iStock, Andrey Popov

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