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Binäre Optionen: Lassen sich alle Risiken ausschalten?

Binäre Optionen: Lassen sich alle Risiken ausschalten?

In der Mathematik zeichnet sich ein binäres System dadurch aus, dass es nur zwei verschiedene Ziffern zur Darstellung von Zahlen verwendet, also etwa „0“ und „1“. Analog dazu verläuft der Handel mit binären Optionen in etwa nach dem Motto „Alles oder nichts“. Mit anderen Worten: Entweder ich mache einen sauberen Profit – oder mein gesamter Einsatz ist futsch.

Was sind binäre Optionen?

Binäre Optionen sind Finanzderivate: Das Eintreten eines Ereignisses zu einem bestimmten Zeitpunkt entscheidet über Erfolg und Misserfolg eines Geschäfts. Dieses Ereignis ist als Ja-Nein-Bedingung formuliert, daher auch die Bezeichnung binär.

Im Grunde schließt der Anleger mit dem Anbieter eine Wette ab: Liegt der Preis einer bestimmten Anlage zu einem festgelegten Zeitpunkt oberhalb oder unterhalb eines bestimmten Werts? Befindet sich der Preis von Gold zum Zeitpunkt W über oder unter dem Wert X? Oder liegt der Kurs des US-Dollars am Tag Y über oder unter einem Gegenwert von Z Euro?

Tritt das Ereignis ein, bekommt der Käufer vom Options-Verkäufer, dem Broker, eine Prämie. Tritt das Ereignis nicht ein, ist in den meisten Fällen die gesamte investierte Summe verloren.

Gerade die Einfachheit dieser Anlage lässt viele darüber nachdenken, einzusteigen. Immerhin sind auch am Roulettetisch die beliebtesten Varianten, auf „Schwarz“ oder „Rot“ beziehungsweise auf „Gerade“ oder „Ungerade“ zu setzen.

Unverzichtbare Regel: Alle Informationen sammeln

Allerdings sind auch kritische Stimmen zu dem Modell laut geworden: Binäre Optionen werden außerbörslich gehandelt, und die Anbieter – meist Internetplattformen – unterliegen oft nicht der Börsenaufsicht, weder in den USA noch in Europa. Grundsätzlich ist es rechtlich umstritten, ob ein Handel mit Wetten wie eben binären Optionen überhaupt anmeldepflichtig ist. Zudem vermeldet die US-Aufsichtsbehörde SEC eine steigende Zahl an Beschwerden über betrügerische Anbieter.

Daher sollten sich Anleger mit dem Broker und dessen Seriosität auseinandersetzen. Im Internet werden Anbieter getestet: Laut den Erfahrungen von Abzocktest.com überwiegen die positiven Eindrücke. Daneben gibt es einige grundlegende Tipps, wie man das persönliche Risiko für den Handel mit binären Optionen eingrenzen kann:

  • Investieren Sie niemals Ihr gesamtes Kapital in eine einzige Option. Faustregel: Beschränken Sie sich auf fünf Prozent Ihres Geldes.
  • Investieren Sie ausschließlich in Produkte, die Sie verstehen.
  • Vergleichen Sie verschiedene Anbieter im Internet – manche unterscheiden sich erheblich in punkto Mindestinvestment und Rendite.
  • Tätigen Sie nicht mehr als zwei Investitionen gleichzeitig – sonst geht schnell der Überblick verloren.

Das Spekulieren mit binären Optionen ist eine hochriskante Angelegenheit. Börsen-Greenhorns sollten daher die Finger davon lassen. Wer allerdings über starke Nerven verfügt, dem winken bei beim Handel mit binären Optionen hübsche Gewinnchancen. Wie bei vielen Geschäften an der Börse ist die persönliche Risikobereitschaft des Anlegers entscheidend.

Fazit

Alles oder nichts: Beim Handel mit Binären Optionen gibt es nur zwei Möglichkeiten – entweder, der Käufer bekommt eine Prämie, oder die gesamte investierte Summe ist verloren. Damit verbunden ist daher immer ein gewisses Risiko. Um dieses zu minimieren, sollten einige Tipps beachtet werden. Ganz ausschalten lassen sich die Risiken allerdings nie – doch genau das Risiko ist es, was viele reizt.

Artikelfoto: Fotolia, 22692255, fovito

 

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