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Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit: Das A und O des Betriebsklimas

In unserem heutigen Zeitalter wird die Öffentlichkeit maßgeblich von den Medien geprägt. Sie bauen Images auf und zerstören sie wieder, lassen Personen und Unternehmen ans Licht der Öffentlichkeit treten und wieder verschwinden. Wer sich Medien zu Eigen machen kann, gewinnt damit wertvolles Potential, effektiv Public Relations zu betreiben. Deshalb wird es immer wichtiger, in Öffentlichkeitsarbeit zu investieren. Aber nicht nur die externe, sondern auch die interne, also die betriebliche Öffentlichkeitsarbeit sollte gefördert werden.

Die Kommunikation nach Außen

Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit sollte in keinem Unternehmen missachtet werden. Denn der Eindruck, den andere sich von einem machen, kann mitgestaltet werden. Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit bietet Möglichkeiten, Schwerpunkte zu setzen, Themen zielgerichtet zu lenken, zu informieren und im idealen Fall zu begeistern. Im Zentrum steht dabei die Kommunikation über die Arbeit des Betriebsrats oder der Personalvertretung. Deren Arbeit findet oft im Stillen statt. Sie setzen sich weitestgehend unbemerkt für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Kommunikation ist hierbei häufig entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, denn der Einsatz des Betriebsrats oder der Personalberatung wird nur dann wahrgenommen, wenn regelmäßig kommuniziert wird. Die betriebliche Öffentlichkeitsarbeit leistet hier einen wichtigen Beitrag, nicht zuletzt zur Zufriedenheit der vom Unternehmen Beschäftigen. Denn wenn sich beispielsweise von der Unternehmensleitung aus wichtige Änderungen ergeben, sollten die Arbeitnehmer nicht erst durch Tageszeitungen und Nachrichten davon erfahren, sondern vorher bereits im Rahmen der betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit informiert worden sein.

Die Ziele definieren

Was sind also die Ziele der betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit? Zum einen soll sie die Bekanntheit der Personalvertretung oder des Betriebsrats erhöhen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit des Unternehmens erklären. So werden die Erfolge verkauft, aber auch die Konflikte dargestellt, die Personalvertretung oder Betriebsrat meistern müssen. Doch betriebliche Öffentlichkeitsarbeit begleitet auch Verhandlungen, die im Namen der Arbeitnehmer geführt werden.

Für die Kommunikation in der betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit gibt es unzählige Instrumente, die genutzt werden können, um Informationen zu verbreiten. Dabei muss der Weg der Kommunikation natürlich entsprechend der Zielgruppe gewählt werden. Zusammensetzung der Zielgruppe, aber auch Umfeld und Interessen müssen bekannt sein, also vorher in Analyse festgestellt werden. Doch auch das Kommunikationsziel muss bei der Wahl des Instruments im Hinterkopf behalten werden. Die Entscheidung, ob nun in der Betriebsratszeitung ein Artikel über ein bestimmtes Thema publiziert, ein E-Mail-Newsletter an die Arbeitnehmer versandt oder die Neuigkeiten in einer Betriebsversammlung mitgeteilt werden, unterliegt deshalb verschiedenen Faktoren.

Schriftliche und mündliche Kommunikation

Generell gilt: Je größer die Zielgruppe oder je komplexer der Sachverhalt ist, desto wichtiger ist es, schriftlich zu kommunizieren. Dennoch darf in der betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit auch die mündliche Kommunikation nicht zu kurz kommen. Ein persönliches Gespräch am Arbeitsplatz oder in einer Fragestunde hilft häufig, den Beschäftigten ein gutes Gefühl zu geben, was betriebliche Öffentlichkeitsarbeit zum Erfolg führt. Die optimale betriebliche Öffentlichkeitsarbeit ergibt sich natürlich, wenn die verschiedenen Formen der Kommunikation aufeinander abgestimmt werden. So kann die Belegschaft beispielsweise zuerst grob über ein Flugblatt oder eine Rundmail informiert werden und sich dann in einer Betriebsversammlung austauschen, in der weitere Informationen präsentiert werden. Anschließend werden Entwicklungen und Ergebnisse in der Betriebszeitung festgehalten. Doch ganz gleich wie die betriebliche Öffentlichkeitsarbeit gestaltet wird, eins ist klar: Sie ist das Ah und Oh für ein angenehmes Betriebsklima.

Foto: svort – Fotolia.com

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